Bilstein-Verein übernimmt Gastronomie
17.02.2012 | 15:20 Uhr 2012-02-17T15:20:00+0100
Warstein.30 000 nach 26 000 Besuchern – Wildpark und Tropfsteinhöhle befinden sich nach der Übernahme durch den Verein Bilsteintal e.V. im Aufwind. Und doch fehlte etwas zum dauerhaften Erfolg: Ein gastronomisches Angebot. Das gibt es ab dem 1. April wieder.
Am Freitag schlossen der Verein, vertreten durch dessen Vorsitzenden Rüdiger Brüggemann und seinen Stellvertreter Bertram Mestermann, sowie die Brauerei durch Albert Cramer und Stephan Buschhoff, Leiter des Immobilienbereichs, einen Pachtvertrag: Damit ist der Verein künftig auch für die Bewirtung der Gäste im ehemaligen „Höhlentreff“ verantwortlich – den Betrieb der „Warsteiner Waldwirtschaft“ übernimmt aber ein eigener Betreiber, die „Bilsteintal Gastronomie UG“. „Wir Bilsteintaler freuen uns riesig“, strahlte Rüdiger Brüggemann bei der Unterzeichnung des Pachtvertrages.
Auch Albert Cramer freut sich über diesen Schritt – und hofft auf noch viele Ideen, die das Wildpark-Gelände voran bringen: „Wir haben noch viel vor.“ Insbesondere blickt der Brauereichef auf mehr als 200 000 Euro „Manövriermasse“ aus dem Kaufpreis für den „Höhlentreff“, den die Stadt von der Brauerei bekommen hat und zweckgebunden für das Bilsteintal einsetzen muss. Buschhoff: „Das Geld soll in Abstimmung mit dem Pächter reinvestiert werden“.
Zusätzliche Besucher
Letztlich gehe es immer darum, zu schauen, „wie man zusätzliche Besucher in die Höhle und in das Bilsteintal bekommt“, bringt es Albert Cramer auf den Punkt. „Wenn uns das nicht gelingt, haben wir unser Klassenziel verfehlt“. Damit es nicht so weit kommt – die positiven Besucherzahlen aus dem Vorjahr zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist – schlägt Cramer vor, dass sich das Projekt zusammen mit der Brauerei auf Messen vorstellt, Kombi-Angebote mit Höhlen- und Brauerei-Besichtigung geschnürt werden. Derartige Komplettpakete ließen sich recht hochpreisig vermarkten, weiß Stephan Buschhoff.
Trotz des geringen Budgets sei die Marketing-Kampagne bislang erfolgreich, sieht Rüdiger Brüggemann einen klaren positiven Trend, der nicht am Wetter gelegen habe. Zudem wolle man „außerschulischer Lernort“ werden, ergänzt Bertram Mestermann den Ideenpool. Und Albert Cramer könnte sich einen „geologischen Lehrpfad“ im Bilsteintal vorstellen. Und noch eine Idee: Wenn die Kulturinitiative plötzlich ohne die Realschulaula da steht: Warum nicht den Saal der „Warsteiner Waldwirtschaft“ für Kulturveranstaltungen nutzen?
Höhlen-Jubiläum
Vor 125 Jahren wurde die Bilsteinhöhle entdeckt – das Ereignis soll natürlich auch nicht ungenutzt an Warstein und dem Verein Bilsteintal vorbei ziehen. Doch das Thema wird erst im Herbst gespielt, weil auch dann die Höhle entdeckt wurde.
Während Albert Cramer lange Zeit die INI als Betreiber favorisiert hatte, ist er inzwischen überzeugt: „Die jetzige Lösung ist für uns die beste.“ Der Bilsteintal-Verein setzt jetzt darauf, vom Ordnungsamt der Stadt schnell eine Gaststätten-Konzession zu erhalten, damit am 1. April der Betrieb starten kann. Die Vorarbeiten im Gebäude laufen schon seit einigen Wochen; ein klarer Hinweis darauf, dass man sich doch schnell näher gekommen war.
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