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Allee wächst Kyrill zum Trotz

26.04.2007 | 16:50 Uhr

Warstein. (AO) Mit Blick auf den Klimawandel ist die anspruchslose Kiefer für Förster Henning Dictus ein "Baum mit Zukunft". Nur (noch) nicht hier: "Die breiten Kronen brechen unter Schneelast leicht." Zwei Exemplare pflanzten er und

Angesichts der Schäden, die der Orkan Kyrill im Stadtwald hinterlassen hat, sind die Hilfsmöglichkeiten der "Wösken Schnaodloipers" zwar begrenzt, dennoch versicherte Vorsitzender Andreas Wulff Ortsvorsteherin Elisabeth Wiese und Förster Henning Dictus, alle Hilfe zu leisten, die dem eng dem Wald verbundenen Verein möglich ist.

Auch wenn dazu die Wiederaufforstung kaum zählen kann, trafen sich Schnaodloiper-Vorstand, Förster und Ortsvorsteherin am Kapellenplatz zwischen Plack- und Ringweg, um Bäume zu pflanzen. Der Verein hatte 2006 eine Allee mit den seit 1989 von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ausgewählten Bäumen des Jahres angelegt. Sie beginnt am Plackweg mit dem Gingko als Baum des Jahrtausends, ein Titel den sich diese Art, die zu den Nadelbäumen gehört, obwohl sie Blätter trägt, auch verdient hat. Immerhin ist der Gingko die älteste bekannte Baumart der Welt.

Mit einem anderen Superlativ kann der Baum des Jahres 2007, die Waldkiefer aufwarten: Zu seiner Gattung gehört der älteste lebende Baum der Welt, eine 4700 Jahre alte Grannenkiefer, die in Kalifornien steht. "Sie hat die gesamte Menschheitsgeschichte miterlebt", machte Henning Dictus die zeitlichen Dimensionen deutlich. Noch viel vor sich haben also die beiden kleinen von Ortsvorsteherin Elisabeth Wiese gestifteten Waldkiefern.

Beginnend mit der Stieleiche, dem ersten "Titelträger" aus dem Jahr 1989, über den eher unbekannten Speierling (1993), die Wildbirne (1998) bis zur Tanne (2004) haben die "Wösken Schnaodloipers" mit Dictus' Unterstützung jeweils Baumpaare gepflanzt, "um die Alleeform besser deutlich zu machen", wie der Forstfachmann betont. Nur die Bäume des Jahres 2005 und 2006, Rosskastanie und Schwarzpappel, machen als Solitäre eine Ausnahme. Dies gilt ebenso für die gleichfalls jetzt von Gärtnermeister Albert Heer gestiftete große Linde. Mitten auf dem Kapelleplatz steht sie für die uralte Bedeutung dieses Baumes als Versammlungsort.

Mit den Anstrengungen, die anderenortes im Rahmen des Wettbewerbes "Unser Dorf soll schöner werden" unternommen werden, verglich Ortsvorsteherin Elisabeth Wiese die Arbeit der "Wösken Schnaodloipers". "Ihr sorgt dafür, dass unsere Stadt schöner wird", lobte sie unter Hinweis auf das Glockenspiel, die Pumpe und den im Bau befindlichen Brunnen.

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