Das aktuelle Wetter Warstein 10°C
Arbeitsgericht

Albert Cramers Anwalt erwirkt Versäumnisurteil

23.04.2009 | 13:58 Uhr

Ein Wiedersehen von Brauereichef Albert Cramer und seiner Ex-Wirtschafterin Gabi Wagener vor Gericht gab es am Mittwoch nicht. Dennoch gab es Urteil, mit dem der Rechtsstreit jedoch nicht endgültig aus der Welt ist.

Zu der Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Hamm waren beide nicht erschienen, wohl aber der Leiter der Rechtsabteilung der Warsteiner Brauerei, Achim Deisenroth. Auf seinen Antrag hin fällte der Vorsitzende Richter Dr. Klaus Wessel ein Versäumnisurteil, das dann ausgesprochen wird, wenn eine Partei trotz ordnungsgemäßer Ladung nicht erschienen ist. Albert Cramer gestern gegenüber der WP: „Das Gericht hat sowohl den Einspruch gegen die fristlose Kündigung als auch die Forderung auf Schmerzensgeld von 1500 Euro abgeschmettert. Damit habe ich in allen Punkten obsiegt.”

Gabriele Wagener

Allerdings machte der Anwalt der Klägerin deutlich, dass er das Gericht schriftlich darüber in Kenntnis gesetzt habe, dass Gabi Wagener wegen einer Erkrankung nicht an der Verhandlung teilnehmen kann. „Ich verstehe nicht, warum der Richter darauf keine Rücksicht genommen hat”, so Hans Reinhardt, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Unglücklich sei auch, dass im Gericht die Zuständigkeiten gewechselt hätten und der neue Richter „die Brisanz des Falls nicht erkannt” habe. Er und seine Mandantin werden von der Möglichkeit des Einspruchs Gebrauch machen.

Dass Albert Cramer nicht in Hamm erschienen ist, ist Reinhardt unverständlich: „Erst baut er den Druck auf, aber dann ist ihm die Sache wohl nicht so wichtig.” Cramer sieht das anders: „Ich lasse mich nicht tyrannisieren.”

Susanne Loebbert

Facebook
 
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/628418/create

Aktuelle Fotos und Videos
Mit der WLE unterwegs
Bildgalerie
Mitgefahren
Sturmtag in Belecke
Bildgalerie
Tradition
Festlicher Umzug durch Suttrop
Bildgalerie
Schützenfest
Schützen feiern in Suttrop
Bildgalerie
Schützenfest
Aus dem Ressort
Streit um Hund endete mit Todessturz vom Balkon
Gericht
Wegen Totschlags muss sich ein 40-jähriger Warsteiner vor dem Arnsberger Landgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am 30. November 2011 einen Mann über das Balkongeländer eines Hauses geworfen zu haben. Dieser verletzte sich dabei so schwer, dass er zwei Wochen später an den Folgen starb.
Mit Geduld am Ende
Bürgerbegehren
Mit ihrer Geduld am Ende sind die Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Schutz des Trinkwassers: Am 7. März übergaben Ewald Risse und Gerd Caspary mit einigen Mitstreitern im Rathaus 2380 Unterschriften an Bürgermeister Manfred Gödde. „Die Satzung der Stadt sagt, es muss umgehend ausgezählt werden,