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Agentur-Fusion

Änderungen wirken sich nur im Hintergrund aus

03.10.2012 | 09:00 Uhr
Änderungen wirken sich nur im Hintergrund aus
Eingang der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Belecke.Foto: Manfred Böckmann

Warstein/Rüthen.   Seit dem 1. Oktober arbeitet die „große“ Arbeitsagentur Meschede-Soest. Für die Kunden soll sich gleichwohl nichts verändern.

„Die Kunden merken überhaupt nichts“, ist Reinhard Langer überzeugt. Der Geschäftsführer Operativ der zum 1. Oktober an den Start gegangenen Arbeitsagentur Meschede-Soest verspricht den Kunden aus Warstein und Rüthen auch für die Zukunft, dass sie weiter an der gewohnten Stelle und von den gewohnten Mitarbeitern beraten werden: „Wir haben da im Moment keine Änderungen vorgesehen.“

Über die Kreisgrenzen hinaus

Die Änderungen durch den Zusammenschluss zur großen Agentur in Nordrhein-Westfalen über die Kreisgrenzen hinaus werde sich nur im Hintergrund, dem „Back Office“, bemerkbar machen. So sei geplant, dass es bei den Team-Leitern zu Verbünden kommen kann, dass zum Beispiel die Agentur in Belecke von Lippstadt aus mitgeleitet wird. Langer: „Den Kunden ist es egal, wer Teamleiter ist.“ Hingegen ändere sich bei den Vermittlern, der Berufs- oder Reha-Beratung mit dem Zusammenschluss nichts.

Das soll sich auch mit der „2. Schwelle“ zum 1. April kommenden Jahres nicht ändern, zumal in Belecke niemand im Back Office arbeitet. Ziel der Strategie sei, im Hintergrund Arbeiten zu Gruppen zusammen zu fassen. Nichts Neues, wie Langer betont: Bereits vorher wurde die Abteilung zur Berechnung des Arbeitslosengeldes von Lippstadt und Soest in der Kreisstadt zusammengeführt. Dort ist eine weitere Zentralisierung möglich, ohne dass die Kunden davon negativ betroffen wären.

Im Gegenteil: Der Geschäftsführer Operativ ist davon überzeugt, dass es eher schneller geht – und damit die Kunden zeitnaher erfahren, welchen Anspruch auf Arbeitslosengeld sie haben. Würden diese größeren Einheiten nicht geschaffen, könnte es im Gegenteil dazu führen, dass es länger dauern würde, ehe die Berechnungen abgeschlossen sind. Aus einem einleuchtenden Grund: Sinkt nämlich die Arbeitslosigkeit weiter, würde auch die Arbeitsagentur Personal abbauen. Die Teams würden kleiner und bei Urlaubs- und Krankheits-Engpässen könnte es zeitlich schnell eng werden.

Spezielle Tätigkeiten sollen weiter zusammengefasst werden, etwa bei der Berechnung von Insolvenz- oder Kurzarbeitergeld. Und da könnte sogar der Rahmen der Arbeitsagentur Meschede-Soest „gesprengt“ werden – auch in Bielefeld können diese „gleichgearteten Tätigkeiten“, wie es Langer formuliert, ausgeführt werden – während die Berater vor Ort die gleichen bleiben.

Manfred Böckmann

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2012-10-03 09:00
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