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Montgolfiade

Acht Mini-Moderatoren nach Casting engagiert

31.08.2010 | 13:00 Uhr
Acht Mini-Moderatoren nach Casting engagiert
Mini-Moderatoren für WIM mit WIM-Moderatour Jürgen Lutter nach Casting

Warstein.Da kamen Experten der Warsteiner Internationalen Montgolfiade (WIM) ins Schwitzen. Sie wurden auf Herz und Nieren geprüft in Sachen Wissen rund um den Ballonsport - nicht etwa vom Profi, sondern von Mini-Moderatoren.

Acht Mädchen und Jungen stellten sich am Montag der Jury und alle acht dürfen zusammen mit Jürgen Lutter bei der WIM moderieren.

Jimmy Besse, Julia Grafe Hauke Janowsky, Carolin Sophie Jöllenbeck, Angelique Keggenhoff, Lennart Korff, Henry und Malin Schulte hatten sich um den Moderatoren-Job beworben, den die Warsteiner Brauerei in den heimischen Zeitungen ausgeschrieben hatte. Zum sogenannten Casting waren gestern alle Kinder mit ihren Eltern in den Gasthof „Plückers Hoff“ am Montgolfiade Gelände gekommen. Nachdem sie in einem schriftlichen Test sieben Fragen rund um die Heißlüfter und die Montgolfiade absolviert hatten, stellten sie sich der Jury, auch besetzt mit Vertretern der örtlichen Presse.

Dabei überraschten die Kandidaten die WIM-Geschäftsführer Hermann Löser und Uwe Wendt mit ganz ungewöhnlichen Fragen, die ihnen in dieser Form noch niemand gestellt hatte. Und oftmals mussten die Experten passen. Da die Jurymitglieder gleich das Du anboten, blieben die Kinder überraschend locker. „Wie viele Gummibärchen passen in eine aufgeblasene Ballonhülle“, wollte der 12-jährige Hauke von Hermann Löser wissen. Bei 3400 Kubikmeter Luft errechnete der WIM-Fachmann 12 bis 13 13 Milliarden Gummibärchen - eine Zahl, die es bei der WIM wohl noch zu überprüfen gilt.

Die Frage von Carolin Sophie (11) war noch kniffliger: „Wurden mit einem Ballon schon einmal Menschen oder Tiere gerettet“. Löser und Wendt verneinten - und lagen genau falsch. Die Kandidatin klärte die beiden auf: ja, bei der Flucht mit einem Heißluftballon aus der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik. Dann wollte sie noch wissen, ob schon mal im Ballon geheiratet wurde oder ein Kind geboren wurde.

Auch Julia (9) zeigte brennendes Interessen an außergewöhnlichen Fakten: Gab es jemals einen Seiltänzer, der auf einem Seil zwischen zwei Ballonen balanciert ist. Hermann Löser wusste von einer solchen Akrobatik, allerdings habe der Seiltänzer einen Fallschirm getragen. Wurde schon mal einem Fahrer der Start wegen Trunkenheit verweigert? Das war nicht der Fall.

Dann wurde es wieder schwierig: Wie viele Gasflaschen werden bei der WIM verbraucht, wollte Lennart (11) aus Mülheim wissen - das wurde laut Löser noch nicht gezählt - und Henry (11) ließ sich erklären, warum es zwar viele Sonderformen bei den Ballonen gibt, aber der Korb immer die gleiche Form hat. Dafür gibt es zwei Gründe: In den Ecken des Korbs werden die Gasflaschen festgebunden; außerdem ist die Landung einfacher, ein runder Korb käme ins Trudeln.

Bei vielen ungewöhnlichen Fragen kannten sich die Fachleute jedoch bestens aus. „Aus welcher maximalen Höhe kann ein Ballon starten?“, erklärte Löser: vom höchsten Berg Deutschlands allemal, es muss nur ausreichend Sauerstoff vorhanden sein. Henrys Schwester Malin (9) hatte sich Gedanken darüber gemacht „warum ein typischer Ballon die Form einer Birne hat“ und Angelique (12) wollte wissen, wie lange das Gas für eine Ballonfahrt reicht und ob es Vorgaben von Alter oder Gesundheit der Piloten gibt.

Die Frage von Jimmy (11) zur gefährlichsten Landung beantwortete Uwe Wendt: „Das war gleich meine erste; da habe ich mich etwas blöd angestellt“. Und den tollsten Start erlebte Hermann Löser: „Das war in den Alpen. Es war kalt, alles weiß und sehr hoch.“

Nach der einstündigen Frage-Antwort-Runde - alle Kandidaten kamen mit vorbereiteten Fragen zu dem Casting - musste nun die Jury entscheiden, wer bei der WIM an der Seite von Jürgen Lutter mit moderieren darf: „Das war heute hoch interessant für uns. Wir sind der Meinung, ihr passt alle rein“, verkündete Lutter die einstimmige Entscheidung des Gremiums, alle Kinder zu engagieren. Christiane Willeke von der Unternehmenskommunikation der Brauerei stattet die neuen Mini-Moderatoren anschließend mit WIM-Kappen und -T-Shirts aus und schenkte allen einen aufblasbaren Ballon mit Korb als Kinderzimmer-Deko. Eingesetzt werden sie bei der WIM paarweise und zwar am ersten und zweiten Samstag (4. und 11.) sowie am Mittwoch (8.) und Freitag (10. September). Für Julia Grafe wird es ein besonderes Highlight: Sie muss an ihrem Geburtstag als Moderatorin arbeiten, denn sie wird am 10. September zehn Jahre alt.

Routinier Lutter, der in diesem Jahr zum sechsten Mal die Montgolfiade moderiert, zog eine positive Bilanz der Aktion, die auf eine Idee von Brauerei-Chef Albert Cramer zurückgeht: „Wir haben erreicht was wir wollten und haben ganz ungewöhnliche, witzige Fragen gehört, die uns nicht eingefallen wären“. „Und wir müssen eine Woche üben“, will sich Hermann Löser auf die nächsten Fragen gut vorbereiten.

Susanne Löbbert

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