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Abkürzung für Schwerlaster aus Steinbruch hat nur Vorteile

31.08.2012 | 07:00 Uhr
Abkürzung für Schwerlaster aus Steinbruch hat nur Vorteile
Würde die Idee Realität, könnte der Werksverkehr die kürzere (gelbe) Strecke nutzen, was auch weniger Staub aufwirbeln würde.Foto: GoogleEarth / SPD

Warstein.   Weniger Staub ohne die Kalkindustrie – das wird wohl auch in den nächsten Jahren noch Wunschdenken bleiben. „Wir werden immer Probleme in dem Bereich haben“, weiß SPD-Fraktionsvorsitzender Erwin Koch nur zu gut, schließlich gibt es Verträge und Genehmigungen, die nicht einfach gekippt werden können. Also: Durch eine intelligente Lösung den Staub zumindest reduzieren.

Regelmäßig fahren die 40-Tonnen-Lastwagen aus dem Brühne-Steinbruch Kupferkuhle zur Brecheranlage Hohe Lieth der Firma Westkalk. Dabei müssen sie vor dem Betrieb Calcis (ehemals Warsteiner Kalkwerke) eine sehr enge Kurve fahren, was zur Folge hat, dass erhebliche Mengen Staub aufgewirbelt werden, denn die Schwerlaster zermalmen durch ihr Gewicht herunterfallendes Gestein und wirbeln dieses als Staub auf.

Das geht besser, findet auch die Firma Westkalk. Vorübergehend wurde dadurch eine Lösung geschaffen, dass der Bereich befeuchtet und gereinigt wurde. Doch dies ist nicht mehr durchführbar, bis eine genehmigungsfähige Lösung mit einem Absetzbecken geschaffen wird.

Wirksame Lösung durch eine Brückenkonstruktion

Mit einer „wirksamen Lösung des Problems und gleichzeitig für den Staubschutz eine wirksame Verkürzung und bleibende Entschärfung der Strecke“ wendet sich Erwin Koch nun in einem Antrag an den Rat: Sollten die Schwerlaster nämlich nicht mehr die enge Kurve fahren, sondern Westkalk die Fahrzeuge direkt über das Gelände steuern können, gäbe es nicht mehr den langen Umweg und keine scharfe Kurve mit aufgewirbeltem Gesteinsmehl.

Das wäre möglich, „erfordert jedoch eine Brückenkonstruktion, zu der Westkalk nach Prüfung der technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen prinzipiell bereit ist“, weiß Koch aus Gesprächen mit dem Unternehmen. Durch diese Tunnel-Lösung wäre vielen geholfen.

Aber: Westkalk fordert Rechtssicherheit, denn für die Streckenführung muss ein städtisches Grundstück überfahren werden. Erst dann, so die SPD, sei Westkalk zu der Investition bereit.

Erwin Koch ist bewusst, dass es – vor dem Hintergrund der Diskussionen über die Steinindustrie in Warstein – in der Politik bei dieser gewünschten Zustimmung kritische Stimmen geben wird, aber „wir sind zur Diskussion bereit“ , betont er im Gespräch mit der WP . Aus Sicht Kochs hat die „Abkürzung“ nur Vorteile: Die Strecke ist kürzer, die Staubbelastung sinkt deutlich und der Rangetriftweg würde nicht mehr verschmutzt.

Manfred Böckmann



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