Himmelsprozession : Erzbischof taufte Ballon auf den Namen "Erzbistum"
Warstein. "Ich bin sehr gerne gekommen." Erzbischof Hans-Josef Becker machte gestern Nachmittag bei seinem Besuch auf dem Gelände der Warsteiner Internationalen Montgolfiade keinen Helhl daraus, dass er die Atmosphäre mag.
Noch mehr liebt er die Stille beim Ballonfahren und seine Position zwischen Himmel und Erde. „Es ist unbeschreiblich schön”, erinnert er sich an seine erste Ballonfahrt vor fünf Jahren, die in Richtung Sauerland ging. Die Landung erfolgte in Wenholthausen. Anschließend wurde der Geistliche natürlich getauft. „Mit Haare abschröggeln und allem was dazu gehört”, erinnert sich der Erzbischof schmunzelnd. Seitdem darf er sich „Luftherzog des Paderborner Sauerlandes” nennen.
Dritte Fahrt
Gestern stieg er mit einigen Kollegen erneut in den Korb. Es startete eine Himmelsprozession. Wie an einer Perlenkette aufgereiht, zogen die Ballone davon. Zuvor kam ihm jedoch eine ganz besondere Ehre zuteil. Hans-Josef Becker taufte einen Ballon auf den Namen „Erzbistum”. Mit einem kurzen, herzlichen Gebet wandte er sich anschließend an die Zuschauer, die der Zeremonie gerne beiwohnten. Dann ging es los. Es war Beckers dritte Ballonfahrt. Über seinen Heimatort Belecke ist er noch nie mit dem Ballon gefahren, aber mit dem Hubschrauber geflogen. Gestern Abend wünschte er sich eine Fahrt, Richtung Haar und Möhnesee. „Aber es wird wohl wieder am Rande der B 55 entlanggehen”, war er sich im Hinblick auf die Windrichtung ziemlich sicher.













