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Montgolfiade: DerWesten fährt Ballon

Warstein, 09.09.2009, Kerstin Eigendorf

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Wir haben bei der Warsteiner Montgolfiade einem Weltmeister im Ballonfahren mit der Videokamera über die Schulter geschaut.

Einmal im Ballon in die Lüfte fahren. Das wünschen sich viele Menschen. Die wenigsten wissen, wie es sich anfühlt, in einem Korb hoch über der Erde zu schweben. DerWesten nimmt nun alle mit auf große Fahrt. Bei der Warsteiner Montgolfiade - dem größten Ballonfestival Europas - haben wir Pilot Markus Pieper aus dem bergischen Wiehl über die Schulter gesehen - natürlich mit der Videokamera.

Grünes Licht gegen Abend

Die schwierigste Disziplin schien dabei allerdings das Warten zu sein. Denn die morgendliche Fahrt um 6 Uhr musste abgesagt werden. "Einfach zu windig", so die Prognose des Wetterfroschs der Montgolfiade. Alle Hoffnungen lagen nun auf der Abendfahrt. Obwohl die Wolken die Piloten am Nachmittag noch zittern ließen, gab es gegen Abend dann endlich das berühmte grüne Licht.

Auf ging's nach oben. Gar nicht so einfach, wenn man nicht weiß, wo der Einstieg ist. Doch wozu hat man einen erfahrenen Piloten an seiner Seite? Da schafft es die Redakteurin dann doch noch, in den Ballon zu krackseln, bevor dieser verschwunden ist.

Keine Höhenangst

Höhenangst? Keine Spur! Das könnte daran liegen, dass sich der Korb über dem Hüftknochen der Fahrenden befindet, erzählt ein Pilot. Das sorge für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl. "Eigentlich erleben wir Ballonfahrer so gut wie nie Gäste, die im Ballon Probleme mit der Höhe haben", bestätigt auch Markus Pieper. Der 40-Jährige ist nicht nur Weltmeister von 2004 im Ballonfahren. Er ist auch Teil der deutschen Nationalmannschaft. Die Alpenüberquerung und das Landen auf einer dänischen Insel seien für ihn echte Höhepunkte im bisherigen Ballonfahrer-Leben gewesen.

So weit hat es die Kamera von DerWesten im Ballon dann doch nicht getragen. Aber zumindest so weit, dass sie das Spektakel am Boden nicht übersehen konnte. Eine Herde Kühe nahm - zur Freude aller Ballonfahrer - plötzlich Reiß aus vor einem landenen Ballon. Ein tolles Bild von oben!

Diese und andere schöne Bilder gibt's im Video.

Und wir wollen den adeligen Namen, den es bei der Taufe gab, nicht unterschlagen: Gräfin Kerstin zu Warstein, unerschrocken im Ballonpulk filmende Himmelpionierin zu Kallenhardt und schnell auf- und absteigende Testfahrerin zur Landewiese im Möhnetal bei Rüthen. Auf diesen Namen hört die fahrende Redakteurin ab sofort. Das wurde mit Bier über dem Haupt, Erde auf den Kopf und einer angezündeten Haarspitze besiegelt.

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