Was passiert im "Dicken Dören"?

SPD-Fraktionschef Dominik Schad versucht bei der Entwicklung des Gewerbegebiets Im Dicken Dören nahe der Stadtgrenze zu Dortmund das Heft in die Hand zu nehmen, nachdem man von dem Thema lange nichts gehört hat. Schad ist auch neuer Vorsitzender im Stadtentwicklungsausschuss.

WALTROP.. Schad sagte im Rat, er habe in dieser Angelegenheit Kontakt aufgenommen mit der Direktorin des Regionalverbands, Karola Geiß-Netthöfel. Sie sei bereit, zu einem Ortstermin nach Waltrop zu kommen. Er lade die Bürgermeisterin ein, dazuzukommen.

Schon Anfang 2011 hatte die Waltroper Zeitung berichtet, die SPD (die damals die Bürgermeisterin stellte) schiebe die Entwicklung der jetzt noch landwirtschaftlich genutzten Fläche im äußersten Winkel Waltrops kurz vor Dortmund an. Geschehen ist seither nicht viel. Das Problem: Damit Waltrop das Areal für Gewerbe entwickeln kann, muss erst der neue Regionalplan fertig sein. Im Moment verhindert noch der "Grünzug F" die gewerbliche Nutzung. Das ist der flächenmäßig größte Grünzug im Emscher-Landschaftspark mit 8 800 Hektar.

Regionalplan verzögert

Da sich die Fertigstellung des neuen Regionalplans verzögert, müsse man sich überlegen, ob man nicht eine Sonderregelung für die Fläche erreichen könne, bevor der neue Regionalplan aufgestellt ist, sagt Schad. Er hält es für möglich, dass dort mehrere hundert neue Arbeitsplätze entstehen. 2011 hatte es in einem SPD-Antrag sogar geheißen, "innerhalb kürzester Zeit" könnten dort 1 000 neue Arbeitsplätze entstehen. Die SPD hoffe, so die Aussage im Februar 2011, dort schon in zwei bis drei Jahren erste Betriebe ansiedeln zu können. Das erschien schon damals reichlich optimistisch angesichts der planerischen Hürden.

Schon 2008 kam der Regierungspräsident

Schon 2008 hatte die damalige Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe (SPD) den damaligen Regierungspräsidenten Dr. Peter Paziorek (CDU) bei dessen Antrittsbesuch in Waltrop auf die planerischen Probleme im "Dicken Dören" angesprochen. Das ist inzwischen sechs Jahre her.

Autobahnnähe "sticht"

Dabei gibt es keinen Zweifel, dass sich die Fläche für die Gewerbenutzung wegen ihrer unmittelbaren Nähe zur Autobahn perfekt anböte. Anfragen von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen soll es auch immer wieder gegeben haben.