Wächter der Götter irritiert Anwohner

Was hat es mit dem seltsamen Mast auf sich, den Techniker an der Ecke Bahnhofstraße/Malteserstraße montiert haben? Anlieger fragten unsere Zeitung, wir wiederum baten die Stadtverwaltung um Aufklärung.

Westerholt.. Die Antwort: Es ist ein "Heimdall-Detektor". Ein mehrere Meter hoher Mast; ein langes Kabel; ganz oben ein Gerät, das einer Lampe ähnelt, aber komplett schwarz ist; ausgerichtet auf die Bahnhofstraße - so sieht der besagte "Heimdall-Detektor" aus. Den ungewöhnlichen Namen erklärt die Firma Siemens, die das Kästchen entwickelt hat, wie folgt:

  • "Heimdall ist in der nordischen Mythologie der Wächter der Götter. Er braucht weniger Schlaf als ein Vogel. Sein Blick reicht bei Tag wie bei Nacht hundert Meilen weit. Wir fanden, dies sei ein guter Name für ein radargestütztes Detektorsystem."
In Westerholt soll "Heimdall" allerdings nicht die Götter bewachen und auch nicht hundert Meilen in die Ferne blicken. Er soll lediglich die Autos, die unter ihm hindurchfahren, erfassen - mittels Radarwellen. Der Detektor ersetzt einen Anforderungskontakt für die Grünphase an der Ampelanlage Bahnhofstraße/Geschwisterstraße. Dieser in der Fahrbahn eingebaute Kontakt ist nämlich defekt.