Unterstützung für Krankenhaus-Projekt in Nepal

Wenn Michaela Lehmanski in diesen Tagen die Berichterstattung über das verheerende Erdbeben in Nepal verfolgt, weiß sie ganz genau, welches Schicksal die Menschen dort erleiden. Erst vor wenigen Monaten war die 53-jährige Oer-Erkenschwick im Land. Um zu helfen. Und jetzt brauchen die Menschen noch viel mehr Hilfe.

Oer-erkenschwick.. Michaela Lehmanski, geboren in Göppingen, seit gut 30 Jahren mit Unterbrechungen in Oer-Erkenschwick beheimatet, ist leitende OP-Schwester im Bergmannsheil-Krankenhaus in Gelsenkirchen-Buer.

Den Menschen in Nepal zu helfen, ist nicht erst seit ihrem Aufenthalt im November/Dezember zu ihrer ehrenamtlichen Aufgabe geworden. Sie hält natürlich auch in diesen Tagen so gut wie möglich Kontakt nach Sankhu. Die Stadt im Nordwesten des Kathmandu-Tals ist arg vom Erdbeben betroffen.

Das Krankenhaus, in dem Michaela Lehmanski knapp vier Wochen arbeitete, ist allerdings nicht zerstört. "Das Haus ist im Vergleich zu vielen anderen Einrichtungen vergleichsweise erdbebensicher gebaut", sagt Michaela Lehmanski. Die Folge nach dem Erdbeben seien aber schon jetzt spürbar. Denn die Kapazitäten sind erschöpft, in vielen Hospitälern kann nicht mehr gearbeitet werden. "Umso mehr ist man deshalb jetzt dort schnell auf Spenden angewiesen, damit Behandlungen fortgesetzt werden können", sagt Michaela Lehmanski.

Es ist ein Krankenhaus, das bislang den Schwerpunkt auf den Bereich Gynäkologie legte. Dr. Bernhard Uhl, Chefarzt der Frauenklinik am Dinslakener St.-Vincenz-Hospital, hat in Sankhu ein Haus aufgebaut, das sich auf plastische und rekonstruktive Chirurgie spezialisiert. Betrieben wird das Haus von dem gemeinnützigen Verein Interplast Deutschland. Um eine bessere Vernetzung zu erreichen, wurde zudem die Deutsch-Nepalische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe gegründet.

Als Michaela Lehmanski im vergangenen Jahr gefragt wurde, ob sie die Arbeit eines Teams in Nepal unterstützen wolle, hat sie sofort zugesagt. Zu diesen Teams gehören Ärzte, Anästhesisten und Krankenschwestern. Bis Ende vergangenen Jahres haben die Teams aus Deutschland mehr als 3 000 Frauen betreut und mehr als 150 Operationen durchgeführt. In diesen Tagen richtet sich der Fokus freilich auf anderes.
Die Deutsch-Nepalische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DNGGG) hat ein Spendenkonto eingerichtet. Auf direktem Wege soll das Geld zur Unterstützung der Arbeit des Krankenhauses fließen.
- Stichwort Erdbeben; Bankverbindung: Volksbank Dinslaken; IBAN:
DE 68 35 261 248 0 100 70 20 10; BIC: GENODEDIDLK