Tschüss, Schnulli!

Ein bisschen komisch war Mats (2) schon zumute. Schließlich sollte er gleich seinem Schnuller Tschüss sagen seinem Schnulli, der ihm an vielen Abenden Einschlafhilfe war und der ihm so oft Trost gespendet hat. Die Trennung fiel ihm dann doch nicht ganz so schwer.

Marl.. Helga Ahlert vom Heimatverein hat einen alten schwedischen Brauch umgesetzt. Dort gibt es sogenannte Schnullerbäume, am denen Kinder ihre Nuckel aufhängen können, um sich so von ihnen zu verabschieden. Ein solcher Baum - die Nr. 89 - steht nun auch im grünen Museum am Weierbach. Neben Äpfeln trägt er nun auch viele Schnuller.
Extra für den besonderen Anlass hat sich Helga Ahlert, in eine Schnullerfee verwandelt. Neben ihrem bunten Gewand und dem mit Schnullern bestückten Strohhut hat sie sich außerdem einen neuen Namen zugelegt: Marlene.
Um den Kindern den Abschied noch leichter zu machen, hat sie für kleine Überraschungen gesorgt: "Jedes Kind, das sich heute von seinem Schnuller trennt, darf sich ein kleines Spielzeug aussuchen." Außerdem wurden die kleinen Gäste auch noch mit Getränken bewirtet. Musik gab es auch. Für Live-Musik sorgte das ungarische Pizzicato-Duo. Ungarische Klänge wechselten sich mit deutschen Kinderliedern ab.
Mats’ Mutter Claudia Keuter freute sich darüber, dass nun in Alt-Marl ein "Schnullerbaum" steht. "Es ist schön, dass der Heimatverein diese Aktion ins Leben gerufen hat. Mal sehen, ob Mats es ab heute schafft, ohne Schnuller auszukommen." Die Schnuller der Kinder hängen an bunten Bändern an den Zweigen des Holzapfelbaums Nr. 89 im Obstbaummuseum.