Tausende feiern griechisches Dreitagesfest

Europa ist nicht der Euro, wandte sich Erzbischof Augoustinos Lambardakis eindringlich auch in deutscher Sprache an seine Zuhörer beim Panigiri, dem Dreitagesfest der griechischen Gemeinde des Heiligen Dimitrios. Griechen und Deutsche gehören in Freundschaft zusammen und werden sich niemals auseinander bringen lassen, beschwor der Geistliche die Festgemeinde.

Herten.. Die Integration der Griechen in die deutsche Gesellschaft und das Miteinander beider Ethnien in tiefer Freundschaft gehören zu den Hauptanliegen des Erzbischofs. Als Metropolit der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland ist Augoustinos der höchste Würdenträger seiner Kirche in Deutschland. Es dürften einige tausend Griechen, Deutsche und Deutsche mit griechischen Wurzeln gewesen sein, die sich von Freitag bis Sonntag vor und in der Kirche des Heiligen Dimitrios tummelten. Sie zeigten beim gemeinsamen Feiern, dass hier die vom Erzbischof eingeforderten Werte der Integration und Freundschaft längst gelten.

Vier verschiedene Tanzgruppen in Trachten und zwei Chöre erinnerten an griechische Traditionen. Führungen durch die Kirche beantworteten Fragen nach den Eigenheiten der griechisch-orthodoxen Kirche. Souvlaki, Gyros und Zaziki sowie weitere Spezialitäten erinnerten daran, welcher Gaumenschmaus den Griechen zu verdanken ist.

Wenn es nach den Wünschen und Plänen der Kirche "Heiliger Dimitrios Herten und Umgebung" geht, wird neben der schmucken Kirche in Herten-Süd demnächst ein Gemeindezentrum stehen. Da es ausschließlich aus Spendengeldern zu finanzieren ist, wird es noch eine Weile dauern. Umso glücklicher erklärte Erzbischof Augoustinos, die Gemeinde habe gerade eben eine Spende in Höhe von 50 000 Euro erhalten. Außerdem habe sich eine Architektin bereit erklärt, die Pläne zum Gemeindezentrum kostenlos zu erstellen.

Die Kirche, die jetzt schon den Stadtteil schmückt, hat rund eineinhalb Millionen Euro gekostet, die aus Spenden aufgebracht wurden.