Stadtradler fahren 63.610 Kilometer

Zum ersten Mal hat Herten an der bundesweiten Aktion Stadtradeln teilgenommen und ein respektables Ergebnis hingelegt. Die 436 Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten es insgesamt auf 63 610 Kilometer.

Herten.. In vielen der 301 beteiligten Städte wird noch fleißig in die Pedale getreten, Herten ist mit seinem dreiwöchigen Projektzeitraum schon durch. Bis Samstag konnten die Radler ihre Tacho-Stände melden. Unter den 89 Kommunen, die bereits fertig sind mit dem Radeln, belegt Herten aktuell den 30. Platz.

63.610 Kilometer - umgerechnet bedeutet das, dass die Hertener Stadtradler 1,6 Mal am Äquator entlang um die Erde geradelt sind und dabei ungefähr 9.160 Kilogramm des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) eingespart haben. Spitzenreiter unter den Hertener Teams war der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), dessen Mitglieder es auf 13.84 Kilometer brachten.

Auch Peter Brautmeier, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, zieht eine positive Bilanz. Er war als
sogenannte "Stadtradel-Star" ins Rennen gegangen und stand vor der Herausforderung, drei Wochen lang kein Auto zu fahren - auch nicht als Beifahrer. Bus und Bahn waren jedoch erlaubt. Brautmeier holte zum Beispiel Mineralwasser mit dem Fahrradanhänger und fuhr mit dem Zug nach Berlin, um von dort aus mit Freunden nach Usedom zu radeln. Fast 1.000 Kilometer - im Schnitt 46 pro Tag - hatte er schließlich auf dem Tacho. Sein Fazit: "Die drei Wochen Totalverzicht aufs Auto haben mir deutlich gemacht, dass es noch viel mehr Fälle gibt, in denen man sich auf seine eigene Kraft verlassen und das Auto stehen lassen kann, als ich bisher dachte."

Der Veranstalter auf Bundesebene, das Klima-Bündnis e.V., zeichnet am Ende des Stadtradelns (30. September) die radelaktivste Kommune aus. Daneben winken lokale Preise, die beim Hertener Klimafest am 13. Juni vergeben werden (Familienprogramm von 11 bis 16 Uhr, Hertener Stadtwerke, Herner Str. 21).
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