Stadtmarketing wird fortgesetzt

Es gibt die Kampagne "Gute Stube - Ruhrgemütlich einkaufen", ein neues Fußgängerleitsystem und die Umgestaltung des Platzes an der Johannes-Janssen-Straße ist auf den Weg gebracht. Insgesamt sind bereits 1,5 Millionen Euro in die Aufwertung der Altstadt geflossen. Daran will die Stadt 2015 anknüpfen.

Recklinghausen.. "Wir setzen natürlich wie bisher auf die enge Zusammenarbeit mit Handel, Hausbesitzern und anderen Akteuren in der Altstadt", betont Bürgermeister Christoph Tesche. Mit Vertretern der fünf Altstadt-Quartiere sei man bereits in guten Gesprächen. Letztlich geht es in der Diskussion aber vor allem darum, wie künftig die Marketingaktivitäten finanziert werden. "Um das ganz klar zu sagen, vor zehn Jahren gab es für diesen Bereich keinen Haushaltsposten", sagt Fachbereichsleiter Axel Tschersich. Mittlerweile stellt die Stadt trotz Haushaltssanierungsplan ca. 180.000 Euro zur Verfügung, mit denen aber auch Maßnahmen in der Südstadt und den Ortsteilen finanziert werden.

Klar ist: Es muss auch in Sachen Stadtmarketing auch dann weitergehen, wenn die Fördermittel aus dem integrierten Stadtteilkonzept nicht mehr zur Verfügung stehen. "Ziel unserer Bemühungen in den vergangenen Monaten war auch, mehr Gemeinschaftssinn in der Altstadt zu entwickeln. Der Slogan ,Gute Stube‘ hat aber leider noch nicht ausreichend Kraft freigesetzt. Wir sind weiterhin sicher, dass nur ein gemeinsamer Auftritt und ein gemeinsames Marketing die Altstadt und ihre Quartiere noch stärker in das Bewusstsein bringen", sagt Georg Gabriel, der für das Stadtmarketing verantwortlich zeichnet.

260 Einzelhändler sind in der Altstadt präsent, hinzu kommen weitere Akteure wie Hausbesitzer und Dienstleister in ähnlich großer Zahl. Um alle Kräfte zu bündeln und Kontinuität zu gewährleisten, sei es auch erforderlich, eine effiziente Organisationsstruktur zu schaffen, so Axel Tschersich. Georg Gabriel ergänzt: "Wir können nicht immer, wenn eine Veranstaltung geplant wird, mit dem Klingelbeutel durch die Stadt laufen." Ihm schwebe vor, einen Geschäfts- und einen Maßnahmenplan zu verabschieden, der auch mit einem Budget hinterlegt werde. "Das hätte den Vorteil, dass die Akteure genau sehen, wofür sie zahlen. Im Idealfall bekommen wir eine Verlässlichkeit für eine Laufzeit von drei Jahren hin", erklärt Tschersich. Schwer tun sich die Verantwortlichen im Rathaus damit, den Beitrag zu beziffern, den sie von den Akteuren aus der Altstadt erwarten. "Je weniger Masse, desto weniger Werbemaßnahmen und Veranstaltungen können wir uns leisten, um die Marke ,Gute Stube‘ weiter zu pushen", sagt Gabriel.

Mit den Quartieren sind die ersten Maßnahmen schon diskutiert worden. "Fest zugesagt haben wir, uns darum zu kümmern, die Eingänge der Quartiere deutlicher kenntlich zu machen", berichtet Gabriel. Tschersich kündigt außerdem an, dass die Stadt untersuchen lassen will, wie Besucherströme verlaufen und welche Bedeutung große Parkplätze (z.B. Steintor oder Saalbau) für die Quartiere tatsächlich haben.