Stadt will Baustellen besser koordinieren

Die zahlreichen Dauerbaustellen, insbesondere in Langenbochum und Disteln, haben in der Bevölkerung reichlich Unmut erzeugt. Die Stadtverwaltung reagiert darauf jetzt mit einem neuen Baustellen-Management.

Herten.. Insbesondere CDU und Linke hatten für politischen Druck gesorgt. Im Ratsausschuss für Stadtentwicklung stellte der zuständige Fachbereichsleiter Ralf Terpoorten jetzt ein Konzept vor, das von den Politikern einstimmig beschlossen wurde. Inhaltlich geht es zum Beispiel um eine bessere Information der Öffentlichkeit oder um die Anpassung von Ampeltakten an Baustellen ("grüne Welle").

Vor allem aber sollen künftig die Bauvorhaben der zahlreichen unterschiedlichen Unternehmen und Behörden besser koordiniert werden. Bisher kommen sich Stadt, Kreis, Land, Regionalverband Ruhr, Stadtwerke, Telekom, Gelsenwasser, E.ON, BP usw. häufig in die Quere.

Die Stadt Herten hatte daher nun frühzeitig alle erdenklichen Akteure - insgesamt 52 - schriftlich gebeten, ihre geplanten Vorhaben für 2015 zu melden. 75 Projekte wurden der Stadt mitgeteilt, die es nun zu koordinieren gilt. Klar ist jedoch: Durch ungeplante Baustellen (z. B. Tagesbrüche) oder Verzögerungen kann es auch in Zukunft "knirschen".