Stadt will, aber kann nicht für "Defis" zahlen

Der Plötzliche Herztod beim Sport ängstigt viele, die auf Sportplätzen und in Turnhallen unterwegs sind. Ein Defibrillator (Defi) kann schnell helfen. Der Stadtsportverband (SSV) beantragt deswegen, alle Sportstätten in Waltrop mit Defis auszustatten.

WALTROP.. 25 000 Euro würde das kosten, und 20 000 Euro könne der SSV beisteuern. Über Spenden werde er diese Summe zusammentragen. Die übrigen 5 000 Euro solle die Stadt Waltrop zur Verfügung stellen, so die Vorstellung des Verbandes. Helmut Strzelecki vom SSV stellte den Plan jetzt dem Ausschuss für Schule, Kultur und Sport vor.

Eine lobenswerte Initiative, darin war sich der Ausschuss einig. Doch was die 5 000 Euro angeht, die die Stadt beisteuern soll, gibt es in Zeiten knappster Finanzen kaum Hoffnung. Grüne und der FDP brachten zwischenzeitlich die Idee ins Spiel, dass die Fraktionsmitglieder Spenden beisteuern könnten. Das fand allerdings keine flächendeckende Zustimmung.

Defi-Standorte sollen überdacht werden

Stattdessen brachte Marco Patruno vom Sportbüro den Vorschlag ins Gespräch, nicht gleich 18 "Automatisierte Externe Defibrillatoren", wie die Geräte offiziell heißen, zu kaufen, sondern nur so viele, wie durch die SSV-Spende angeschafft werden können. Zum Beispiel könne man überlegen, ob je ein Gerät am Hallen- und am Freibad stehen müsse oder ob eines reiche.

Der Ausschuss einigte sich schließlich darauf, über die Defi-Standorte bis zur nächsten Sitzung noch einmal nachzudenken.