Sperre zur Neuen Schlenke bleibt erst einmal

Viele Anwohner der Emslandstraße und der dortigen Wohnsiedlung wünschen sich, dass die Straßensperre zur Neuen Gartenstadt bleibt, wo sie ist. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, ist weiterhin unklar. Der Planungsausschuss wollte sich noch nicht festlegen.

Marl.. Der Rat hat vor neun Jahren beschlossen: Die Sperre soll während der Bauzeit die Durchfahrt verhindern, danach wieder verschwinden. Die neuma erfüllte als Erschließungsträger die Vorgabe, indem sie einige große Betonringe genau dort auf die Fahrbahn stellte, wo ansonsten ein direkter Weg von der einen in die andere Siedlung auch für den Kraftverkehr möglich gewesen wäre.

Sie stehen bis heute dort und werden bis auf Weiteres dort auch bleiben. Der Planungsausschuss fasste mit großer Mehrheit einen Abwartebeschluss. Eine Entscheidung soll gefällt werden, wenn ein neues Vekehrskonzept für Drewer-Süd vorliegt. Hintergrund ist einerseits gerade der Umbau der Breddenkampstraße, andererseits die Sanierung der Scharounschule.

Die Mehrheit der Politiker war sich einig: Vor gravierenden Beschlüssen müsse untersucht werden, wie sich die Verkehrsströme verändern. "Wir müssen uns erst einmal vertagen, bis wir weitere Kriterien in der Hand haben", merkte Martin Röper (SPD) im Ausschuss an.

Allerdings gab es auch kritische Stimmen. "In Drewer-Süd brennt der Baum", fasste Andreas Kolk (CDU) seine Eindrücke von Bürgergesprächen zusammen. Alle Anwohner, mit denen er gesprochen habe, seien für die Sperre. Für Siegfried Schönfeld (WIR) und Werner Eisbrenner (sachkundiger Bürger, Wählergemeinschaft Die Grünen) ist die Sache klar: Die Sperre muss bleiben, mit oder ohne Konzept.