Schulen gehen weiter gegen Cybermobbing vor

Ein unvorteilhaftes Foto der Mitschülerin im sozialen Netzwerk oder ein fieser Spruch über den Klassenkameraden in der Whats-App-Gruppe Cybermobbing hat viele Gesichter. An den weiterführenden Schulen in Waltrop tut man etwas dagegen. Zum Beispiel mit Medienscouts.

Waltrop.. Medienscout-Schüler werden fit gemacht, wie man sich sicher und verantwortungsvoll im Internet bewegt. Als Multiplikatoren geben sie dann unter Gleichaltrigen Tipps, sind Ansprechpartner auf Augenhöhe. Im vergangenen Jahr wurde die erste Generation Medienscouts ausgebildet - gut 20 junge Leute von Realschule, Gesamtschule und Theodor-Heuss-Gymnasium -, übermorgen bekommt die nächste in Recklinghausen ihre Zertifikate überreicht.

Medienscouts sind das Eine. Aber es gibt noch mehr. Kürzlich fand am THG ein Aktionstag "Datenschutz geht zur Schule" mit Workshops für die Siebtklässler statt. Und nach den Osterferien kommt das "Fair-Mobil": Spielerisch setzen sich die Schüler mit heiklen Themen wie Cybermobbing, Datensicherheit oder Selbstdarstellung im Netz auseinander.

Opfer werden noch Jahre später konfrontiert

Mit bundesweiten Aufklärungskampagnen, Ratgebern für Schüler, Eltern und Lehrer hat sich das Bündnis gegen Cybermobbing e.V. der Thematik angenommen. Uwe Leest, Vorstandsvorsitzender des Vereins, sprach gestern in Waltrop allen Schulen Mut zu, gegen die Ursachen und Auswirkungen von Mobbing, Gewalt und Aggression im Internet zu kämpfen. Der Karlsruher Marktforscher traf sich mit Claus Volke, der zu den Rechtsanwälten in Deutschland gehört, an die sich Betroffene in Notsituationen wenden können. Für Uwe Leest sind die Auswirkungen von Cybermobbing so gravierend, weil die Opfer unter Umständen noch Jahre nach dem Vorfall im Netz mir den Erfahrungen konfrontiert werden.

Was einmal an Gemeinheiten oder peinlichen Bildern im Netz landet, kann nur schwer gelöscht werden. Denn: "Cybermobbing kennt kein Ende!"