RVR bekommt gutes Geld für "Ela"-Bruchholz

Hunderte umgestürzte Bäume, unzählige abgeknickte Äste und Zweige. Pfingststurm Ela wütete auch in Waltrop mit großer Macht. Verwunderlich dabei: Aus ökologischer Sicht hielt sich der Schaden in Grenzen. Unser Waldbestand wurde nicht großartig beschädigt, sagt Förster Harald Klingebiel.

WALTROP.. Er ist zuständig ist für das gut 300 Hektar große Waldgebiet des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Waltroper Boden.

Obwohl sich der Schaden also glücklicherweise in Grenzen hielt, sorgte der Sturm jedoch dafür, dass nun jede Menge Bruchholz in den Wäldern herum liegt. Und weil das weg muss, hat der RVR eine Holz-Auktion veranstaltet. Dazu kamen gut 40 Interessierte an den Parkplatz vor dem Schülkenbusch. Von dort aus führte Förster Harald Klingebiel die potenziellen Bieter durch den Wald; angefangen am Schülkenbusch bis hin zum Funkenbusch.

Kein "schweres Gerät" im Wald erlaubt

Insgesamt zehn Parzellen hatte Klingebiel abgesteckt. Alles in allem eine Fläche von gut drei Hektar wurden so zur "Räumung" versteigert. Und die Bieter wären äußerst interessiert. "Wir konnten das Holz über dem üblichen Preisniveau versteigern", erzählt der Förster, der an diesem Tag gleichzeitig auch Auktionator war.
Zwischen fünf und 20 Raummeter Holz gaben die abgeteilten Parzellen jeweils her. Acht Euro war der Einstiegspreis für das überwiegend Eichen- und Buchenholz. "Um die 20 Euro" hätten die Bieter je Raummeter im Durchschnitt gezahlt, so Klingebiel. Eine Parzelle habe etwas mehr eingebracht, eine andere mit Ahorn und Birkenholz etwas weniger.

Bis zum 15. Januar haben die erfolgreichen Bieter jetzt Zeit, ihr Holz aus dem Wald zu schaffen. Dabei zählt jedoch eines: Mit dem Auto oder mit schwerem Gerät darf nicht in den Wald gefahren werden. Das Holz muss mit reiner "Handkraft" geborgen werden. Auch gilt: Wer das Bruchholz sägt, muss seine persönliche Schutzausrüstung tragen. "Treffen wir jemanden ohne an, endet das Geschäft sofort", sagt Harald Klingebiel deutlich.