Protest am St.-Laurentius-Stift

Die Bundesregierung erarbeitet aktuell eine Krankenhausreform. Das angedachte Pflegeförderprogramm soll durchschnittlich einen neuen Arbeitsplatz pro Jahr und Krankenhaus schaffen, also auch im St.-Laurentius-Stift in Waltrop. Das sei aber nur die halbe Wahrheit, sagt Wolfgang Mueller, Geschäftsführer der Caritas-Kliniken GmbH.

Waltrop.. Sollte der neue Gesetzesentwurf so in Kraft treten, seien die Folgen fatal. Wolfgang Mueller macht das große Problem deutlich: "Das Geld, das in das neue Pflegeförderprogramm gesteckt wird, wird an anderer Stelle wieder gekürzt." Im Schnitt sieben Arbeitsplätze müssten nämlich durch den Wegfall anderer Zuschüsse auf der anderen Seite gestrichen werden. Der personelle Wachstumskurs, den auch das St.-Laurentius-Stift mit seinen 250 Beschäftigten in den letzten Jahren eingeschlagen hat, könne dann nicht mehr beibehalten werden, so Mueller.

Auch Patienten helfen mit

Das sei nicht hinzunehmen. In einer bundesweiten Protestaktion der Gewerkschaft Verdi haben gestern bundesweit Krankenhaus-Mitarbeiter ihren Unmut zum Ausdruck gebracht - auch die Bediensteten der Waltroper Klinik. Anke Lüdke und ihre Kolleginnen aus dem St.-Laurentius-Stift hatten die Aktion hier kurzerhand auf die Beine gestellt. Geholfen haben dabei übrigens auch die Patienten, die fleißig Plakate mitgebastelt haben.