Projekt "Moseskörbchen" wird konkreter

Das Projekt Moseskörbchen wird immer konkreter. Bekanntlich soll auf dem Friedhof ein Grabfeld für tot geborene Kinder entstehen. Gestern begannen die Arbeiten auf der Rasenfläche vor der Kapelle auf dem Friedhof

WALTROP.. Mitarbeiter des Landschaftsbaubetrieb Eckhard Klems begradigten zunächst das Areal. Schon bald sollen dort auch Hecken gepflanzt und Wege angelegt werden, es wird Beleuchtung und Wasserspiele geben, wie Sascha Müller erklärt.

Müller ist Vorsitzender des Vereins "Waltrop hilft", der hinter dem Projekt steht. Es solle ein Ort werden, an dem sich die Eltern und Angehörige, ein wenig abgeschirmt durch Hecken, in aller Stille aufhalten könnten. Bänke werden ebenfalls später dort Platz finden.

Die Kosten für die Gestaltung des Grabfelds übernimmt das Krematorium "Atrium Park", dessen Geschäftsführer Sascha Müller ist.

Der Gedanke ist, dass die Bestattung der tot geborenen für die Eltern kostenlos ist. Die Firma Bestattungen Sascha Müller wird die Moseskörbchen stellen. Solche Moseskörbchen werden aus biologisch abbaubarem Material - Korb zum Beispiel - angefertigt.

Grabsteine wird es nicht geben, aber man überlege, ob vielleicht kleine Kieselsteine mit den Namen der Kinder auf dem Grabfeld abgelegt werden könnten, so Sascha Müller.

Er rechnet damit, dass etwa Anfang Oktober das Grabfeld fertiggestaltet ist. Zwei- bis dreimal im Jahr sollen ökumenische Trauer-Gottesdienste stattfinden und im Anschluss die Kinder bestattet werden.