Parkproblem: Lösung in Sicht

Im letzten Jahr gab es an der Kinderklinik 9 200 stationäre Patienten, mehr als 60 000 Kinder und Jugendliche ließen sich ambulant behandeln. Damit ist Datteln Spitze in der Klinik-Bundesliga. Was die Versorgung mit Parkplätzen angeht, spielt Datteln Kreisklasse. Aber es gibt einen neuen Anlauf, das Problem zu lösen.

Datteln.. Das berichtet Klinik-Geschäftsführer Andreas Wachtel auf Anfrage unserer Redaktion. Seit 24 Jahren kämpft Wachtel für eine Verbesserung der Situation für die Eltern mit ihren kranken Kindern, die endlos ihren Runden ziehen müssen, weil kein Stellplatz zur Verfügung steht. Diverse Umweltauflagen, der Schutz der Saatkrähen etc. haben bislang eine Lösung verhindert.

Jetzt habe es neue und "konstruktive Gespräche" mit der Stadt Datteln gegeben, so Wachtel. Ein acht Meter tiefer Streifen im an den Parkplatz angrenzenden Landschaftsschutzgebiet ist für die Parkplatz-Erweiterung frei gehalten. Je weiter aber die Klinik mit Stellflächen ins Schutzgebiet hineingeht, desto teurer wird es, da das Gelände zum Wald hin abfällt und aufgefüllt werden müsste. Würde die Klinik die maximale Fläche nutzen, lägen die Kosten jenseits der 200 000 Euro. Für die Klinik ist das nicht zu stemmen.

Die Stadt stellt nun der Klinik sogenannte Landschaftsschnitte zur Verfügung. Mit denen kann die Klinik eine Kosten-Nutzen-Analyse anstellen: Also wie viele neue Parkplätze bringt jeder Meter, den man mit der Parkplatzerweiterung ins Wäldchen geht. Ferner gab es Gespräche mit der Stadt über eine Neuaufteilung des vorhandenen Platzes.

Diskutiert wird auch über eine andere Verkehrsführung mit Einbahnstraßenregelung auf dem Parkplatz. Nicht zuletzt soll auch der Bürgersteig an der Parkplatzseite als Stellfläche mit einbezogen werden.
"Wir sind auf einem guten Weg", fasst Wachtel zusammen. Am Ende des Wegs könnten 80 bis 90 zusätzliche Parkplätze entstehen.