Notfallplan für marode Radwege

Es ist gut, wenn Bürger ihre Meinung sagen. Die über unsere Zeitung immer wieder geäußerte Kritik am Zustand der Marler Radwege hat Wirkung gezeigt. Der Zentrale Betriebshof (ZBH) bereitet einen Notfallplan vor, wie die schlimmsten Stolperstrecken beseitigt werden können.

MARL.. Unsere Zeitung war der Auslöser. Wir hatten unsere Leser um ihr Urteil gebeten. Sie gaben den Radwegen in Marl ein schlechtes Zeugnis. Und auch der ADFC sorgte sich, ob die Stadt leichtfertig den Titel fahrradfreundliche Stadt verspielt und ihre Bemühungen um die Förderung des Radverkehrs einstellt.

Im Stadtplanungsausschuss gab Bürgermeister Werner Arndt jetzt am Donnerstag Entwarnung. Die Stadt wolle den Titel weiter führen. Ein "schöner Antrag" dazu sei gestellt.

Alle Fraktionen waren sich im Ausschuss einig, dass der vor 20 Jahren beschlossene Weg zur "Fahrradfreundlichen Stadt" trotz Geldnot weitergeführt werden soll. Nicht nur dort, wo Zuschüsse fließen, müssten Radwege in Ordnung gebracht werden.

Dringenden Reparaturbedarf sieht der ZBH bei den Radwegen der Schachtstraße, der Kampstraße, der Heisterkamp-, Breddenkampstraße und Langehegge, der Römerstraße, der Hülsstraße, der Hülsbergstraße, dem Ovelheider Weg, sowie Teilen der Herzlia-Allee, der Halterner Straße, der Schulstraße und der Bahnhofstraße.