Mysteriöse Kristalle

Kleine Kristalle, die wie Glasscherben aussehen, rieseln dieser Tage in Meckinghoven und Becklem vom Himmel. Anwohner Karl Lohmann hat sie unter dem Mikroskop untersucht und vermutet, dass es Nebenprodukte der Industrie sind. Die Kreisverwaltung weiß auch nicht, worum es sich handelt und hat deshalb umgehend Experten eingeschaltet.

Datteln.. Dreimal in nur einer Stunde hat der Rentner das Sitzkissen seiner Gartenbank schon von den kaum auffälligen, aber fühlbaren "Kristallen" befreit. Seit Mitte der Woche, mit Beginn der Hitze, geht das so.

"Das sieht auf den ersten Blick aus wie Sand oder Glasscherben", sagt der Ingenieur. Bei Kontakt mit Flüssigkeit verflüssigen sich die Partikel. Bei einem Blick durchs Mikroskop hat der Meckinghover herausgefunden, dass in den "Kristallen" teilweise kleine Tierchen eingeschlossen sind. Daraufhin hat Karl Lohmann die Untere Immissionsschutzbehörde des Kreises Recklinghausen informiert.

Aber auch die ist überfragt, wie Kreissprecher Jochem Manz auf Anfrage mitteilt. Neben Datteln liegen auch Meldungen aus Herten vor. "Was wir sagen können, ist, dass es sich nicht um ein Wetterphänomen wie etwa Saharastaub handelt", so Manz.

Das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) ist eingeschaltet und untersucht Proben. Ob der Stoff gefährlich ist, vermochte Manz nicht zu sagen: "Das wäre Spekulation." Es gilt, das Untersuchungsergebnis abzuwarten.
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