Musikgemeinschaft entführt in die neue Welt

Amerika eint als Thema die berühmten Werke, die im Mittelpunkt des 5. Sinfoniekonzerts der Musikgemeinschaft stehen. Am Samstag, 25. April, 19 Uhr, im Theater steht dabei Dvorks Symphonie Nr. 9 Aus der Neuen Welt im Zentrum.

Marl.. Das Konzert beginnt mit der Columbus-Ouvertüre von Richard Wagner. Mit großem Blechbläsersatz werden die widersprüchlichen Stimmungen zwischen Entmutigung und anschließendem Triumph bei der Eroberung Amerikas dargestellt.

Es folgt die weltberühmte und mit Recht hochgeschätzte Rhapsody in Blue von George Gershwin. Sie gibt auf einmalige Weise den amerikanischen Zeitgeist der zwanziger Jahre wieder und integrierte erstmals Jazzmusik in die Kunstmusik. Viele der Melodien sind mittlerweile weltberühmt. Solist ist am Samstag Tobias Haunhorst, der das Publikum bereits im März 2014 mit Griegs Klavierkonzert begeisterte.

Nach der Pause erklingt Antonin Dvorks Sinfonie Nr. 9, "Aus der Neuen Welt". Dvork wird auch als Kolumbus der Musik bezeichnet, denn er war der Entdecker des Klangs des neu entdeckten Kontinents Amerika. Als Künstlerischer Direktor des New Yorker "National Conservatory of Music" suchte Dvork wie ein Goldgräber nach der Essenz amerikanischer Musik in Liedern indianischer Ureinwohner, in Melodien schwarzer Plantagenarbeiter und in den Einflüssen Europas. Die amerikanischen Klänge, die er in einem Skizzenbüchlein sammelte, schrieb er zwischen Januar und Mai 1893 in einer Partitur nieder. Am 16. Dezember 1893 wurde die Sinfonie erstmals in der Carnegie Hall in New York aufgeführt. Heute gehört sie zu den meistgespielten Sinfonien.
Samstag, 25. April, 19 Uhr, Theater, 5. Sinfoniekonzert der Musikgemeinschaft