Marktplatz-Einfahrt soll verlegt werden

Bis zu 3 300 Autos mehr könnten bald täglich zwischen Moselbach und Innenstadt pendeln. Das ergab nun eine von der Stadt in Auftrag gegebene Verkehrsuntersuchung. Die Gründe dafür sind in erster Linie der geplante Edeka-Riesenmarkt und der Stadthallen-Anbau. Um das dann deutlich höhere Verkehrsaufkommen bis zu 30 Prozent abfangen zu können, muss unter anderem die Marktplatz-Einfahrt verlegt werden.

Waltrop.. Statt wie bisher gleich gegenüber der Volksbank, soll die Marktplatz-Einfahrt weiter die Straße "Am Moselbach" hochwandern - bis kurz vor den jetzigen Edeka-Markt. Die alte Einfahrt verschwindet gänzlich.
Das ist nötig, weil es praktisch keine andere Chance gibt, dem deutlich höheren Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Das teilte Diplom-Ingenieur Michael Vieten, der die Untersuchung durchgeführt hat, jetzt dem Verkehrsausschuss mit.

Variante 1: Kreisverkehr

Durchgespielt hatte Vieten im Vorfeld mehrere Möglichkeiten: unter anderem einen Kreisverkehr zwischen Volksbank und Isbruchstraße, also etwa da, wo jetzt die Fußgängerampel steht. Das funktioniere jedoch nicht, weil das baulich kaum umsetzbar sei, begründet Michael Vieten. Die Bushaltestelle müsste dann verlegt werden, auch das Thema Fußgänger-Sicherheit sei mit einem Kreisverkehr kompliziert.

Variante 2: Neue Ampelanlage

Eine andere Idee sei gewesen, dort eine neue Ampelanlage zu installieren. Doch schnell wurde auch das verworfen. Es scheiterte am fehlenden Rückstauraum für die Autos, die den Marktplatz und den Edeka-Parkplatz verlassen wollen. Letzterer soll bekanntlich hinter der Volksbank entstehen.

Variante 3: Verlegung der Einfahrt

Übrig blieb so also nur Variante drei: eine Verlegung der Marktplatz-Einfahrt, weil auch ein Zebrastreifen bei dem hohen Verkehrsaufkommen nicht ausreichend wäre.
Gleichzeitig müssten allerdings auch noch andere Veränderungen her. Damit Fußgänger sicher die Straße queren können, soll eine weitere Mittelinsel auf Höhe der Edeka-Passage entstehen. Optimiert werden muss zudem die Ampelschaltung an der Kreuzung zur Berliner Straße. Das wiederum ist theoretisch leicht, praktisch jedoch schwierig. Die Berliner Straße ist eine Landesstraße, gleiches gilt für die Ampelanlage. Erfahrungsgemäß, so Vieten, sei es nicht so leicht, die Kollegen von Straßen.NRW dazu zu bringen, die Schaltung zu ändern.