Leser warnen vor vergifteten Ködern

Appenzellerin Lotta ist an einer Vergiftung gestorben das ist für die traurigen Besitzer nach dem Tod der neuneinhalbjährigen Hundedame klar. Bei einem Spaziergang auf der Straße Langehegge Ende letzter Woche muss Lotta unbemerkt einen vergiften Köder aufgenommen haben.

Marl.. "Abends hatte sie Schaum vor dem Maul und musste sich übergeben", berichtet die 57-jährige Besitzern. Zum ersten Mal sei das am Donnerstagabend nach einem Spaziergang über die Lange-hegge der Fall gewesen. Nach einem weiteren Spaziergang am Freitag wiederholte sich das Ganze.

Am Samstag stellte der Tierarzt eine Reizung des Magen-Darm-Trakts fest und gab ein Antibiotikum. Trotzdem zog sich Lotta gegen Abend mehr und mehr zurück - und starb. "Sie war bis dahin topfit, war nicht krank. Sie muss vergiftet worden sein", meint das Ehepaar und fühlt sich spätestens seit gestern in dem Verdacht bestätigt. Denn als sie den Hund im Rathaus abmelden wollten, hörten sie bei einem Gespräch auf dem Gang, dass das in letzter Zeit häufiger vorgekommen sein sollte.

Bei der Polizei erstattete das Paar daher auch gestern noch offiziell Anzeige. "Da muss doch jemand sein Unwesen treiben - und die Tiere müssen es ausbaden", so das Paar. Polizeisprecherin Ramona Hörst erklärte auf Nachfrage: "Aktuell sind uns keine Fälle von Vergiftungen bekannt. Oftmals laufen wir Gerüchten hinterher. Solche Meldungen verbreiten sich schnell, daher brauchen wir immer konkrete Hinweise."