KWU darf mehr Schlachtabfälle verarbeiten

Die Saria-Tochter Knochen- und Fettunion (KFU) darf in Marl-Frentrop deutlich mehr Schlachtabfälle Knochen, Blut, Tierhaare, Federn, Hörner, Klauen und tierische Fette verarbeiten als bisher. Der Kreis hat die vom Unternehmen beantragte Erweiterung der Produktion von Tierfutter und Düngemitteln oder technischen Fetten genehmigt. An der Rennbachstraße können dann aus Schlachtabfällen pro Tag mehr als 75 Tonnen Fertigprodukte hergestellt werden.

Marl.. Nach Aussage eines Sprechers hat die Bürgerinitiative MHNV (Marler haben Nase voll) nach der Bekanntgabe der Genehmigung am 13. September das Unternehmen um eine schnelle Informationsveranstaltung für die Marler Bürger gebeten.

"Wir freuen uns über das positive Ergebnis, zu dem die Immissionsschutzbehörde Recklinghausen bei ihrer Prüfung gekommen ist", sagt Pressesprecher Marcel Derichs auf Anfrage unserer Zeitung. Geplant sei der Bau einer neuen - zweiten - Aufbereitungslinie in einer bereits bestehenden Lagerhalle sowie der Bau eines neuen Dampfkessels.

Zu der Frage, ob und wie die im Verfahren vorgetragenen Einwände von Bürgen aufgenommen und berücksichtigt wurden, verwies Derichs darauf, dass zusätzliche Lärm- sowie Geruchsbelästigungen außerhalb der bereits heute genehmigten Immissionen nicht zu erwarten seien.

Zu den Investitionen, die in der nächsten Zeit umgesetzt werden, gehöre beispielsweise der Bau einer Lärmschutzwand. Der Lkw-Verkehr erhöhe sich durch den gesteigerten An- und Abtransport von Einsatzstoffen und Ware um 1,2 Fahrzeuge pro Stunde. Von 15 neuen Arbeitsplätzen ist die Rede.