Kompromisslos gegen Fanatismus

Sie haben sich nie hinter der Liturgie versteckt, haben Ihren Beruf und Ihr Amt immer mit Begeisterung und Leidenschaft ausgeübt. Sie haben mit uns gelebt, gelacht und gebetet, sagten Gemeindevertreter von St. Goerg zum Abschied von Dechant Thomas Hüwe.

MARL.. Es war ein bewegter und bewegender Abschied: Mit einer Festmesse in St. Georg und beim anschließenden Empfang im Pfarrheim verabschiedeten sich die katholischen Christen in Marl von ihrem langjährigen Dechanten Thomas Hüwe.
Schon während des Gottesdienstes gab es in der voll besetzten Kirche immer wieder stehende Ovationen für den Geistlichen, der ins Münsterland an die Gemeinde in Rheine-Mesum wechseln wird. Für den Pfarreirat und den Kirchenvorstand hatten Ulla Corsmeyer und Josef Vortmann auf die Stationen im Wirken von Thomas Hüwe zurückgeblickt.
Thomas Hüwe habe die Botschaft Jesu im Leben sichtbar gemacht, habe die oft schwierige Gratwanderung zwischen Seelsorge und Kirchenmanagement nicht zuletzt auch durch seinen Humor hervorragend bewältigt. "Nur in einer Frage waren Sie kompromisslos: Gegen Fanatismus und Ausländerfeindlichkeit haben Sie immer konsequent Stellung bezogen".
Die Vorsitzende der evangelischen Stadtkirchengemeinde Kirsten Winzbeck dankte Thomas Hüwe für die gute Zusammenarbeit und die Gastfreundschaft in Polsum, wo die esm nach der Schließung des eigenen Gemeindezentrums die Bartholomäuskirche mitnutzt. "Mit dir geht ein Kollege, ein Bruder im Amt und ein Freund", sagte Kirsten Winzbeck.
Zahlreiche Gruppen aus den Gemeinden verabschiedeten sich in dem weit über zweistündigen Gottesdienst und später im Pfarrheim von Thomas Hüwe.
Es wurde eine lange Nacht in St. Georg.