Kinder können bei Spielplätzen mitreden

Bürgerbeteiligung mit den Kleinsten - und natürlich mit den Erwachsenen: Vertreter der Stadt und ihres Jugendamtes suchen den Dialog, um bei der Sanierung dreier Spielplätze nicht an den Bedürfnissen der Betroffenen vorbei zu planen.

Marl.. Kinder wissen genau, was sie wollen: "Ich möchte eine Burg" sagt Robin Nowak. "Am liebsten will ich eine Seilbahn haben", schwärmt Emily Wloczyk. Die Vertreter der Stadt hören aufmerksam zu: Sie haben die Kinder eingeladen, vor dem Umbau mehrerer Spielplätze ihre Wünsche zu äußern. Was möglich ist, soll berücksichtigt werden.

An drei Spielplätzen trafen sich am Samstag Vertreter des Jugendamts mit Anwohnern. Reden wollten sie mit den Bürgern - über die zukünftige Gestaltung der in die Jahre gekommenen Spielflächen an der Heinrich-Heine-Straße in Brassert, dem Platz der Freiheit in Drewer und der Brunhildestraße in Hüls. Die Spielplätze sind in schlechtem Zustand. "Wir sind komplett ohne eigene Vorstellungen hergekommen, um uns anzuschauen, was sich die Anwohner und Kinder wünschen. Mit den Ideen wollen wir arbeiten", sagte Landschaftsarchitekt Gordon Brandenfels, der mit der Planung der Spielplätze betraut sein wird.

Daher waren die Kinder aufgerufen, Wunschzeichnungen für die Gestaltung der Plätze mitzubringen. Diese wurden an Ort und Stelle auf einer Pinnwand ausgestellt. Dabei wurde schnell klar: Die Kindern wünschen sich Klettergerüste, die wie Ritterburgen aussehen mit Rutschen und Stangen.

In vier Wochen wollen sich die Beamten erneut mit den Anwohnern treffen, um dann erste Entwürfe vorzustellen und zu diskutieren. Nach Möglichkeit sollen die Bauarbeiten im Sommer beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Dierk Dümeland versprach den Anwesenden, dass "der Platz am Ende ganz anders aussehen wird".