Kampfmittelräumdienst gibt Entwarnung bei "Granate"

Zwischen dem gesammelten Alteisen des Schrotthändlers lag eine 80 Zentimeter lange Granate. Der Händler hatte ausgerechnet vor der Polizeiwache in Herten geparkt. Der Kampfmittelräumdienst konnte jedoch schnell beruhigen.

Herten.. Die Beamten staunten nicht schlecht: Am Mittwoch parkte gegen 11.40 Uhr ein Schrotthändler seinen unscheinbaren Pritschenwagen direkt vor der Wache am Wilhelmsplatz. Der Schrotthändler sammelte vormittags in Herten-Süd im Bereich Nimrodstraße alte Fahrräder und Waschmaschinen. Bei einem Blick auf die Ladefläche, bemerkte er schließlich die zirka 80 Zentimeter lange und zehn Zentimeter dicke Granate.

"Jemand muss ihm unbemerkt das Geschoss auf den Wagen gelegt haben", sagt Polizei-Pressesprecher Michael Pillipp. Der Klüngelskerl setzte sich in den Wagen und fuhr zur Wache am Wilhelmsplatz. Die Polizeibeamten sperrten den Bereich ab und informierten über das Landeskriminalamt (LKA) den Kampfmittelräumdienst.
Zwischenzeitlich wurde auch das Ordnungsamt der Stadt Herten alarmiert, das gemeinsam mit der Polizei den Bereich absicherte. Die angereisten Feuerwerker erkannten schließlich schnell, dass es sich bei der Granate um eine sogenannte Exerzierpatrone russischer Bauart handelte, von der so keine Gefahr ausging.

Um 14.50 Uhr war der Einsatz beendet. Den aufmerksamen Mitarbeitern des Hertener Ordnungsamtes fiel dann nur noch auf, dass der Wagen des Schrotthändlers keine gültige Feinstaubplakette hatte, er sich aber in einer Umweltzone befand. Der Klüngelskerl bekam ein Knöllchen.