Initiative will Saria weiter in die Karten gucken

Die Anwohnerinitiative für bleibende Lebensqualität MHNV (Marler haben Nase voll) wird in ihrem Kampf gegen die geplante Erweiterung von Saria im Landschaftsschutzgebiet in Frentrop nicht locker lassen.

Marl.. Wie ihr Sprecher Ludger Vortmann am Mittwochabend erklärte, hat die Initiative mit ihrer systematischen Aufklärungskampagne auch schon einiges erreicht.


Wie Vortmann berichtete, werden von der Immissionsschutzbehörde beim Kreis Recklinghausen neue Lärmmessungen durchgeführt, das Unternehmen muss einen Lärmschutzwall bauen, Klagen der Anwohner über Belästigungen jeder Art werden von den Verantwortlichen der am Standort tätigen Saria-Gesellschaften, KFU (Knochen und Fett Union) und ReFood (unter anderem Betreiber der Biogas-Anlage) inzwischen ernst genommen.


Vor gut hundert Zuhörern, die meisten direkte Nachbarn und Anwohner aus dem nahe gelegenen Riegefeld, präsentierte der Journalist Vortmann die von der Initiative zusammengetragenen Fakten professionell auf der Großbildleinwand.


Erstmals saßen auch Vertreter von Saria mit im Publikum: Unternehmenssprecher Marcel Derichs, Gerhard Deitert, Prokurist der KFU sowie Dirk Schulze Rieping, Prokurist bei ReFood. Immer wieder mussten sich die drei gegen den Hauptvorwurf wehren, der sich wie ein roter Faden durch den gesamten langen Abend zog: Die Anwohner trauen dem Unternehmen nicht, vermissen die Bereitschaft, offen zu informieren. Marcel Derichs: "Es gibt nichts Neues." Es seien Gutachter beauftragt, die alle strittigen Fragen klären müssten. Die Gutachten seien die Grundlage, um überhaupt erst ein Planverfahren einleiten zu können.