In Dorsten soll ein Schulbusfahrer Kinder geschlagen haben

Eigentlich sollen Kinder im Schulbus sicher nach Hause gebracht werden.
Eigentlich sollen Kinder im Schulbus sicher nach Hause gebracht werden.
Foto: Detlev Kreimeier/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Jungen stürmen in den Schulbus, einer kommt zu Fall. Hat ein Dorstener Busfahrer in dem Moment überreagiert und zugeschlagen? Die Polizei ermittelt.

Dorsten/Essen.. Hat ein Schulbusfahrer in Dorsten Kinder geschlagen? Den Vorwurf erheben Eltern der Wilhelm-Lehmbruck-Gemeinschaftsgrundschule im Dorstener Stadtteil Östrich. Inzwischen haben zwei Familien Anzeige wegen Körperverletzung erstattet, die Polizei ermittelt. Doch der genaue Hergang der Ereignisse ist noch nicht klar.

Die "Ruhrnachrichten" zitierten am Donnerstag die Eltern eines der betroffenen neunjährigen Jungen. Sie berichteten, dass der Fahrer die Kinder geschlagen habe, als sie am Dienstag gegen 13 Uhr in den Bus stürmten und ein Junge dabei zu Fall kam. Der Fahrer habe die Kinder gefragt, ob sie "bekloppt" seien - und habe vier Jungen geschlagen. Auf den Hinterkopf, gegen die Schläfe. Drei der Jungen hätten am nächsten Tag nicht zur Schule gehen können, berichten die "Ruhrnachrichten".

Nahverkehr Der Busfahrer wurde bislang noch nicht angehört

Die Polizei kann diesen Hergang noch nicht bestätigen. Sie habe zwei Anzeigen wegen Körperverletzung vorliegen, die Ermittlungen liefen, der Busfahrer sei bislang aber noch nicht befragt worden - sagte ein Sprecher der Polizei in Recklinghausen.

Die Wilhelm-Lehmbruck-Schule hat keine eigene Turnhalle, daher werden die Kinder zum Sportunterricht in eine andere Schule gefahren - mit dem Bus. Seit Jahren übernimmt diesen Dienst die Firma Kremerskothen in Dorsten, ein Unternehmen mit 35 Beschäftigten und rund 30 Fahrzeugen.

Niemand dürfe Kinder bedrängen, sagt der Busunternehmer

Deren Geschäftsführer Ludger Kremerskothen sagte auf Nachfrage unserer Redaktion: "Sollte es eine Attacke des Fahrers gegeben haben, wäre das nicht zu dulden." Niemand dürfe Kinder bedrängen, so Kremerskothen. Allerdings habe sein Fahrer, ein langjähriger Mitarbeiter von Ende Fünfzig, den Vorfall anders geschildert. Demnach habe er dem am Boden liegenden Kind helfen wollen und die nachstürmenden Jungen beiseite geschoben. (abe)