Immer mit der Ruhe

Das Treiben in der Overberghalle wird in den kommenden Tagen überschaubar sein. Aufgrund von Reparatur-Arbeiten wird sie in den Osterferien geschlossen bleiben. Kein Problem, sagt HTV-Trainer Andreas Gutzeit. Da können die Jungs die Akkus für den Saisonendspurt aufladen.

Recklinghausen.. Und da sind seine Bezirksliga-Handballer im Aufstiegsrennen mittendrin statt nur dabei. Der Meistertitel dürfte an den zu souverän und konstant auftretenden ATV Dorstfeld (42:0 Punkte) vergeben sein. Im Kampf um Relegationsrang zwei liegt der HTV mit der DJK Oespel-Kley nach Minuspunkten gleichauf.

Doch Gutzeit warnt - und tut das nicht, weil es im Trainer-Handbuch für Euphoriebremsen steht. Nach den Feiertagen trifft der HTV auf den ASC Dortmund (Heim/5.), Oespel-Kley (Auswärts/2.), Westfalia Hombruch II (H/6.), ÖSG Viktoria Dortmund (H/13.) und Dorstfeld (A/1.). Zusätzlich bestreitet der HTV die noch nicht terminierte Nachholpartie gegen TuS Borussia Höchsten II (12.), die dem defekten Hallenlicht zum Opfer fiel. Gegen jene Kontrahenten sammelten die "Ludwiger" neun ihrer aktuell 13 Minuspunkte. "Das ist ein strammes Restprogramm", mahnt Gutzeit.

"Das Gute an der Situation ist", sagt der HTV-Coach, "wir sind nicht von den Ergebnissen anderer Spiele abhängig, sondern bestimmen ganz allein den Ausgang der Saison." Der Übungsleiter, der die Hinspiele analysiert hat und lehrreiche Aspekte gewann, glaubt: "Wenn wir uns weiterhin so stabil präsentieren, ist der zweite Platz durchaus möglich."

Die Grundlage für den aktuellen Höhenflug sieht Gutzeit in der Kaderzusammenstellung. "Wir hatten auch in den Vorjahren einen guten Kader, nur waren da wichtige Spieler verletzt. Da sieht man, wie zerbrechlich unser Gebilde eigentlich ist."

Aktuell blüht vor allem Slaven Lukic auf, der in der Vorsaison verletzungsbedingt kaum zum Einsatz kam. "Er garantiert uns in einer Saison 100 Tore", schwärmt Gutzeit. Zudem spiele Maik Tottmann im zarten Alter von 38 Jahren "die Saison seines Lebens", so Gutzeit. Faktoren, die die "Ludwiger" in die Relegation tragen können - wie schon 2011, als der HTV in die Landesliga aufstieg.

Der Grundstock des damaligen Kaders ist derselbe wie der heutige. Doch Gutzeit wehrt ab: "Nein, nein. Da würde man den dritten vor dem ersten Schritt machen. Wir fokussieren uns für jedes Spiel neu. Wir müssen nicht Zweiter werden." Vielleicht ist es genau jene Mixtur aus Ruhe, Konzentration und Gelassenheit, die den Erfolg bringt...