Illegales Feuerwerk kann teuer werden

Raketenzauber hin oder her: Ein Recklinghäuser hat es offenbar zu dolle getrieben, als er mitten in der Nacht sein verbotenes Feuerwerk entzündete. Ihm droht im schlimmsten Fall ein Bußgeld in Höhe von bis zu 5 000 Euro.

Recklinghausen.. Die Polizei registrierte in den vergangenen Monaten immer mehr solcher privaten Eskapaden. Vor allem im Sommer lassen es die Recklinghäuser nachts gerne krachen, alarmieren verärgerte Anwohner die Polizei. "Das ist zwar kein großes Problem, kommt aber immer mal wieder vor", berichtet Polizeisprecher Michael Franz. Was rund um Silvester (30. Dezember bis 2. Januar) erlaubt ist, ist an anderen Tagen aber nicht grundsätzlich verboten. Nur: Wer seinen Geburtstag oder seine Hochzeit farbenfroh und lautstark feiern möchte, der muss sich zuvor eine Genehmigung beim Ordnungsamt besorgen. Mit 50 Euro ist er oder sie dabei. "Die Bürger dürfen aber nur Raketen der Klasse II. abfeuern, es sei denn, sie beauftragen einen Pyrotechniker", erklärt Max Rolke, Pressesprecher der Stadt, "die können dann auch größere Kracher steigen lassen." In diesem Jahr hat das Team des Ordnungsamtes bisher zehn private Feuerwerke erlaubt. Und natürlich gelten für den Himmelszauber strenge Auflagen: Das Spektakel darf nicht länger als 30 Minuten dauern und muss spätestens um 22 Uhr (von Mai bis Juli erst um 22.30 Uhr) beendet sein. Ansonsten kommt die Polizei, droht ein Bußgeld von bis zu 1 000 Euro. Und wer keine Grenzen kennt und seine Raketen womöglich gegen 3 Uhr in den Nachthimmel schießt, muss unter Umständen sogar bis 5 000 Euro berappen. Momentan prüfen die Rathaus-Mitarbeiter das in einem Fall.