Holländer auf Grubenfahrt

Das von Ex-Kumpeln betriebene Bergbaumuseum am Ziegeleitor erfreut sich auch international immer größerer Beliebtheit. Jüngstes Beispiel: Eine Gruppe Niederländer war zu Gast, die im Internet auf die Anlage aufmerksam geworden sind. Und die Holländer um Nils van Ryn sind begeistert.

Oer-erkenschwick.. "Was hier in Eigenregie geleistet wurde, ist klasse", sagt der Mann aus Hilversum. Der Bergbautechniker ist im Besitz einer der größten holländischen Privatsammlungen an Bergbau-Objekten von der Grubenlampe bis zum Abbauhammer. Begleitet wird er unter anderem von Bernd de Bruyn. Der Vermessungssteiger hat im süd-niederländischen Steinkohlerevier bei Limburg gearbeitet. Genauso wie seine Kollegen Sjef Schmitz und Wil Ramakers.

"Wir mögen gerade solch kleine Museen, wenn sie von ehemaligen Bergleuten betreut werden. So etwas ist viel authentischer", sagt De Bruyn. Morgens um 5 Uhr begann die Reise für die Niederländer in Hilversum. Von Oer-Erkenschwick führte sie nach der ausgiebigen Besichtigung mit Johannes Kaszubowski vom Oer-Erkenschwicker Bergbau- und Geschichtsverein dann nach Kamp-Lintfort. Von dort traten die Holländer den Heimweg an.

"Gezielte Besuche aus dem Ausland sind bei uns keine Seltenheit mehr", sagt Museums-Koordinator Peter Thamm. Kein Wunder, bietet das Bergbaumuseum doch seit mehr als zehn Jahren Bergbaugeschichte im wahrsten Sinne des Wortes zum "Begreifen". Besuche sind für Einzelpersonen, Gruppen und Schulklassen möglich. Seit zehn Jahren ist der Lehrstollen auch offizieller Trausaal. "Wir hatten hier schon Paare, die extra aus der Schweiz oder aus Dänemark angereist waren", berichtet Peter Thamm. 2014 haben mehr als 5 000 Gäste das Oer-Erkenschwicker Museum besucht, unter anderem bei den Osterfeuern und beim Weihnachtsmarkt.