Heimatfreunde beobachten Haard-Spechte

In der Haard wächst die Zahl der Spechte. Vor allem der sogenannte Mittelspecht ist auf dem Vormarsch. Das haben jetzt gut 20 Mitglieder des Vereins für Orts- und Heimatkunde erfahren.

Oer-erkenschwick.. Sie machten sich am Sonntagmorgen zusammen mit Gerhard Clarenbach auf zu einer Spechtbeobachtung in der Haard. Der 78-jährige ehemalige Grundschulrektor beobachtet die Spechte in der Region seit nunmehr einem Vierteljahrhundert. "Bei den Spechtgeräuschen muss man genau hinhören und zwischen dem Trommeln und dem Klopfen unterscheiden. Denn das Trommeln dient der Kommunikation der Vögel untereinander. Klopft ein Specht dagegen, dann sucht er nach Nahrung oder baut gerade seine Höhle aus", berichtete Clarenbach.

Spechthöhlen haben die Heimatkundler bei ihrem zweistündigen Rundgang reichlich entdeckt. In der Haard nisten der Bunt-, der Schwarz, der Klein-, der Mittel- und auch der Grünspecht. Clarenbach: "Vor allem, wenn Schwarzspechte heimisch sind, kann man davon ausgehen, dass der Wald um sie herum vergleichsweise gesund ist." Und: Spechthöhlen finden auch viele Nachnutzer. Vor allem andere Vögel und Insekten nisten sich dort ein.