Hausbesitzer können sich auf Zuschüsse freuen

Vier Millionen Euro bekommen die Städte Herten und Gelsenkirchen als Zuschuss vom Bundesumweltministerium. Das Geld muss in die gemeinsame Entwicklung der Stadtteile Hassel, Bertlich und Westerholt sowie der ehemaligen Zeche Westerholt gehen. Hausbesitzer aus diesen Ortseilen können direkt von dem Geld profitieren: Für energetische Verbesserungen sind 1,2 Millionen Euro reserviert.

Westerholt/Buer.. Das teilte Stadtbaurat Volker Lindner in den Ratsausschüssen der laufenden Sitzungsperiode mit. Um einen Zuschuss in Anspruch nehmen zu können, müssen die Häuser energetisch verbessert werden. Das könnte eine Wärmedämmung, die Umrüstung der Heizung oder anderes sein, sagt Volker Lindner auf Anfrage. "Wir müssen die Richtlinien jetzt entwerfen", sagt er. Noch sei man aber nicht so weit.

CO-Minimierung steht im Vordergrund

Die Bewilligung der Millionen liegt noch nicht so lange in den Rathäusern Hertens und Gelsenkirchens vor. Bekanntlich arbeiten die Städte Gelsenkirchen und Herten für das gesamte Gebiet der Zeche Westerholt und der drei Stadtteile, die auch als Gartenstadt bezeichnet werden, zusammen. Insgesamt ist in diesem Bereich die CO-Minimierung vorrangig.

Die Zuschussgewährung könne man sich ähnlich wie bei Denkmalpflegemitteln vorstellen, sagt Volker Lindner. In diesen Fällen bekommen die Hauseigentümer einen bestimmten Prozentsatz des Geldes das sie ausgegeben haben als Zuschuss nachträglich dazu.

Eigenanteil von 228.600 Euro für Herten

Nach welchen Richtlinien genau das Geld verteilt wird, soll im vierten Quartal dieses Jahres bekannt gemacht werden. Finanziert werden soll aus diesem Förderbetrag auch der Umbau der beiden Torhäuser am Eingang des Zechengeländes Egonstraße. Vorübergehend könnte dort nach Vorstellung der Verwaltung ein Infozentrum für die energetische Sanierung von Häusern Platz finden. Später sollen die Häuser dann an Gewerbetreibende verkauft werden, die sich auf dem Gelände ansiedeln wollen.

Die vier Millionen Euro bekommen die Städte nur, wenn sie einen Eigenanteil in Höhe von rund 500.000 Euro leisten. Auf Herten kommt ein Eigenanteil von 228.600 Euro zu. Das führte in den Beratungen der Ratsausschüsse zu Kritik der Opposition. Das letzte Wort hat der Rat am Dienstag.