Gesellschafteranteil kostet 4,2 Mio.

Der Anteil der Stadtwerke Waltrop (74,9 Prozent) an der Netzeigentümergesellschaft Strom mit der RWE AG kostet das kommunale Unternehmen 4,2 Mio. Euro nach Abzug der Baukostenzuschüsse (BKZ).

Waltrop.. Auf die RWE, die die neue Gesellschaft gründet, entfällt ein Anteilskaufpreis auf Basis kalkulatorischer Restwerte in Höhe von 6,5 Mio. Euro (vor Abzug BKZ). Die RWE AG hält 25,1 Prozent der Gesellschafteranteile. Das ist die obligatorische Sperrminorität, die es Minderheiten ermöglicht, einen bestimmten Beschluss zu verhindern.

Die Aufsichtsgremien der Stadtwerke Lünen, Unternehmenspartner der Stadtwerke Waltrop, haben der Gründung der Netzeigentumsgesellschaft Strom mit der RWE AG ebenfalls zugestimmt, verlautete gestern aus der Nachbarstadt.

Gutes Geschäft für Waltrop

In den Jahren 2016 und 2018 werden den Stadtwerken Waltrop etwa 340 000 Euro per anno zugeführt. Denn die Garantierendite bis 2018 wird vertraglich auf sechs Prozent festgelegt.
Vor den Verhandlungen über eine Netzeigentümergesellschaft mit der RWE AG gab es erhebliche Differenzen über den Wert das Waltroper Stromnetzes. RWE setzte einen Ertragswert von etwa 16 Millionen Euro an. Bürgermeisterin Nicole Moenikes, die als Aufsichtsratsvorsitzende die eingefrorenen Gespräche mit dem Energiekonzern wieder aufgetaut hatte: "Das wäre für unsere Stadtwerke nicht zu stemmen gewesen." Und ob eine Klage gegen den einseitig angelegten Ertragswert erfolgreich gewesen wäre, sei mehr als fraglich.
Angesichts der niedrigen Zinsen werten Branchen-Insider die neue Gesellschaft als gutes Geschäft für Waltrop.