Fünf zusätzliche Sirenen müssen her

Vier Sirenen sind auf Waltroper Dächern installiert. Sie sollen die Bevölkerung im Ernstfall warnen, etwa wenn ein Feuer ausbricht. Jedoch: Die vier Sirenen alleine reichen nicht aus. Mindestens fünf weitere müssten vorhanden sein, damit Waltrop flächendeckend gewarnt werden kann. So steht es in einem Gutachten, das der Kreis in Auftrag gegeben hat. Das leidige Problem: Wer bezahlt die neuen Sirenen?

WALTROP.. 15 000 Euro hat der Bund bereitgestellt, damit die Stadt ihr Sirenen-Warnsystem ausbauen kann. Geld, das gerade einmal für eine einzige neue Sirene reicht. Zwischen 12 000 und 15 000 Euro kostet nämlich so ein Exemplar, das mit der nötigen digitalen Ausrüstung versehen ist.

Waltroper Süden nicht abgedeckt

Weil das Geld vom Bund aber auch nicht ewig zur Verfügung steht, soll die erste Anlage schnellstmöglich installiert werden. "Bis zum 31. Dezember 2015 müssen wir einen Verwendungsnachweis erbringen", sagt Ralf Frahne, Wachleiter der Waltroper Feuerwehr. Als neuen Standort haben sich Feuerwehr und Stadt das Dach der Gesamtschule ausgeguckt. Die Kettlersiedlung und auch der Altenbruch seien sirenentechnisch bisher nicht abgedeckt, begründet Frahne die Standortwahl.

Offen ist allerdings weiter die Frage, woher das Geld für die dann noch vier fehlenden Sirenen kommen soll. Ein Problem, das Waltrop nicht alleine plagt. Keine der zehn Kreisstädte ist ausreichend abgedeckt mit Sirenenanlagen.

Warten auf eine Antwort vom Kreis

Bereits Anfang des Jahres gab es daher eine Sitzung beim Kreis als Unterer Aufsichtsbehörde mit dem Ziel, ein kreisweites Konzept zu erarbeiten. "Seitdem haben wir aber nichts mehr davon gehört", sagt Frahne.
Und auch Martin Voskort, bei der Stadt zuständig für Feuerwehr-Angelegenheiten, wartet noch auf eine endgültige Aussage. Ob und wann weitere Sirenen installiert werden, könne er daher auch noch nicht sagen.
So lange muss man in Waltrop wohl oder übel auskommen mit den vier bereits digital umgerüsteten Anlagen auf dem alten Ärztehaus am Kiepenkerlbrunnen, auf der Feuerwache, der Barbaraschule und auf einem Privathaus an der Königsberger Straße.