Freifunker beißen auf Granit

Die Freifunk-Fronten scheinen verhärtet: Während die Befürworter um Michael Kamps (Die Linke) nach wie vor Freifunk-Router in städtischen Gebäuden fordern, lehnt die Verwaltung genau so beharrlich ab und entkräftet gleichzeitig vermeintliche Pro-Argumente der Freifunk-Front.

Waltrop.. Zuletzt hatten Michael Kamps und Ralf Schmitt vom Freifunk Waltrop erklärt, dass die Nachbarstadt Lünen den Besuchern des Freibades den freien Internetzugang erlaube. Auch in Witten, Soest, Arnsberg etc. werde der Freifunk von der Stadt gefördert.

Nicht immer steckt die Stadt dahinter

Ganz so, wie es die Freifunker dargestellt hatten, ist es dann aber nicht. Das stellte die Verwaltung in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses klar. Zwar werde der Freifunk tatsächlich in einigen Städten unterstützt, aber oftmals stecke nicht die Stadt selbst dahinter. Beispiel: Die Stadt Arnsberg hat seine Freifunkbemühungen über den Verkehrsverein forciert und selbst auch 20 Router angeschafft - auf Wunsch des Bürgermeisters. Jedoch werde der Freifunk umgehend eingestellt, sobald der aktuelle Entwurf des neuen Telemediengesetzes in Kraft tritt.

Abschalten, wenn das Gesetz kommt

Ähnlich sieht es aus in Soest, wo die Wirtschaftsförderung den Freifunk unterstützt. Auch hier wird abgeschaltet, wenn das neue Gesetz in Kraft tritt. Die Stadt Lünen unterstützt den Freifunk entgegen der Aussage der Waltroper Community gar nicht. Lediglich in Witten und Moers fühlt man sich durch den Provider Freifunk Rheinland ausreichend abgesichert. Hier wird das Projekt von den Städten unterstützt.

Dass das auch in Waltrop passieren wird, ist wegen rechtlicher Bedenken nicht abzusehen. Nun soll die Verwaltung einen alternativen Vorschlag in Sachen kostenloses WLAN erarbeiten - mit oder ohne Freifunk-Hilfe.