Firma und Schule werden Partner

Die Dattelner Firma Metallbau Lamprecht und die Oer-Erkenschwicker Paul-Gerhardt-Hauptschule wollen künftig zusammenarbeiten, um Schülern bei der Berufsorientierung zu helfen. Für die Vereinbarung gab es eine Urkunde der Industrie- und Handwerkskammer (IHK).

Oer-erkenschwick.. Erster Nutznießer der Kooperation ist Berkant Colban (17). Er hat gerade sein Abschlusszeugnis (Fachoberschulreife) an der Paul-Gerhardt-Schule bekommen und beginnt demnächst eine Ausbildung zum Metallbauer bei Lamprecht. In einem dreiwöchigen Praktikum im Herbst letzten Jahres hatte er seinen zukünftigen Ausbilder, Metallbaumeister Hans-Jörg Wolny, davon überzeugt, dass er lern- und leistungsbereit ist und anpacken kann.

"Handwerk liegt ihm", hat Wolny schnell erkannt. Berkant Colban will die Chance nutzen. "Ich wollte immer was Handwerkliches machen und nicht in einem Büro sitzen." Vermittelt hatte ihm das Praktikum sein Lehrer Rainer Lubrich. Für die Schule ist es die zweite Kooperation dieser Art. Mit dem Freizeit- und Wellness-Bad Maritimo arbeitet die Hauptschule ebenfalls zusammen. "Unterschiedliche Partner ermöglichen uns unterschiedliche Praktikums- und Ausbildungsplätze", freut sich Schulleiter Volkmar Schäpers. Ihren Partnern will die Schule nur Bewerber vorschlagen, die sich das durch Leistung verdient haben. Damit entstehe eine "Win-Win-Situation", sagt Lamprecht-Geschäftsführer Christian Lamprecht. "So wissen wir, die schicken uns nur gute Leute."

Und an guten Bewerbern um Ausbildungsplätze ist schließlich jeder Betrieb interessiert. 70 Festangestellte hat der Dattelner Metallbaubetrieb zurzeit und zehn Auszubildende. Ein bis drei Praktikantenplätze gibt‘s jedes Jahr. Bei der Kooperation mit der Paul-Gerhardt-Schule geht es aber nicht nur um Praktikumsplätze: Betriebsbesichtigungen, beispielsweise der Technik-AG, sowie Besuche von Lamprecht-Azubis in der Schule, die Ausbildungsberufe vorstellen, soll es künftig geben.

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