Findus soll helfen

Bärbel Lasczkowski leidet an Ataxie, einer schweren und bereits weit fortgeschrittenen Muskel- und Nervenerkrankung. Ihren Alltag kann die 48-Jährige alleine zunehmend immer schlechter bewältigen. Ich möchte aber, so lange es geht, meine Selbstständigkeit bewahren, sagt sie. Deshalb hat sie sich vor einiger Zeit einen kleinen Wegbegleiter und Helfer ins Haus geholt, und zwar Hund Findus.

Oer-erkenschwick.. Doch Findus, ein sechs Monate junger Golden-Retriever-Welpe, könnte noch weitaus mehr helfen, wenn er denn die passende Ausbildung bekäme. Die aber ist teuer: Gut 2 000 Euro würde es kosten, Findus zu einem sogenannten Assistenzhund ausbilden zu lassen. Geld, das Bärbel Lasczkowski nicht aufbringen kann - und die Krankenkasse nicht aufbringen will. Ein Assistenzhund sei nicht vergleichbar mit einem Blindenführhund. Außerdem sei in Form eines Pflegedienstes ja eine Pflegeperson vorhanden, soll in der Ablehnungs-Begründung der Krankenkasse stehen.

Anderer Auffassung ist da die Klinik für Neurologie in Essen, die Bärbel Lasczkowski bescheinigt hat, dass es "sehr wünschenswert wäre", wenn ein ausgebildeter Assistenzhund von der Krankenkasse bezahlt würde. Denn der Vierbeiner könne eine beträchtliche Hilfe im Alltag der Oer-Erkenschwickerin sein: Findus könnte Türen öffnen oder Sachen herbeibringen.

Alles Dinge, die Bärbel Lasczkowski in fortgeschrittenem Krankheitsstadium alleine nicht mehr schafft. "Und außerdem bereichert er das Leben mit seiner Gesellschaft." Daher hat der Natur- und Begegnungs-Bauernhof (NaBeBa) mit Sitz in Waltrop, bei dem Bärbel Lasczkowski seit Jahren selbst ehrenamtlich hilft, so gut es geht, nun ein Spendenkonto eingerichtet. Dadurch will der NaBeBa die nötigen 2 000 Euro sammeln, um Findus zu einem Assistenzhund ausbilden zu lassen.