Feurige Aktionen im strömenden Regen

Das Feuer weiter reichen, lautete das Motto der diesjährigen Extraschicht auf dem Ewald-Gelände. Und obwohl es stundenlang regnete, ging es bei der Nacht der Industriekultur tatsächlich feurig zu.

Herten.. "Wasserfeste" Flammen züngelten per Lichtprojektion auf den Backsteingebäuden der Zeche Ewald, glutrot erstrahlte der Doppelbockförderturm. Auf zwei Bühnen zeigten überregional bekannte Bands wie "The Fires" als auch Lokalakteure ihr Können am Mikrofon. Glasbläser, leuchtende Biker und nicht zuletzt das große Feuerwerk heizten die Stimmung unter den mehr als 1.000 Gästen an. Eine Multimedia-Show in der Schwarzkaue sowie Führungen und eine Lesung betonen Pathos und Geschichte der Zechengebäude. In der Foto-Ausstellung des "Geschichtskreises Zeche Ewald" fachsimpelten derweil Kai Scheffler (23) und Alexander Strunk (24). Die beiden Mechatroniker arbeiten auf der Zeche Prosper Haniel in Bottrop und sind von Beruf aus echte Bergbau-Experten. "Die Extraschicht ist für uns Ehrensache. Richtig cool, in die alten Schachtanlagen gucken zu können, die sonst verschlossen sind. So wissen wir, wo und wie unsere Väter früher geschuftet haben", sagte Kai Scheffler. Danach ging es für die Männer weiter durchs Ruhrgebiet: Schließlich war die Zeche Ewald nur einer von insgesamt 50 Spielorten der Extraschicht.

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