Fahrräder für Flüchtlinge

In der Februar-Sitzung des Sozialausschusses hatten die Dattelner Grünen den Antrag vorgebracht, Fundräder künftig nicht mehr zu versteigern, sondern an Flüchtlinge abzugeben (wir berichteten). Die Idee bekam viel Lob, wurde aber abgelehnt weil es in Datteln kaum noch Fundräder gebe, wie es hieß. Dennoch konnten die Grünen jetzt drei Räder an Flüchtlinge abgeben.

Datteln.. Ein Ehepaar aus Castrop-Rauxel hatte unsere Berichterstattung gelesen, sich bei den Grünen gemeldet und drei fahrtüchtige Räder gespendet, berichtet Grünen-Ratsfrau Sigrid Lichtenthäler.

"Ich halte dies für ein ermutigendes Beispiel eines privaten Engagements im Hinblick auf Integrationsbereitschaft und Willkommenskultur", sagt Sigrid Lichtenthäler und hofft, dass das Beispiel Schule macht. "Vielleicht motiviert das andere Bürger, in ähnlicher Weise tätig zu werden." Sigrid Lichtenthäler, Grünen-Ratsherr Mohamad El-Zein und Elke-Anja Voss, Migrationsbeauftragte der Caritas, übergaben die Räder nun an Flüchtlinge.

Während bei Fundsachen-Versteigerungen der Stadt Datteln in den vergangenen Jahren stets zahlreiche Räder "unter den Hammer" kamen, hat die Verwaltung mittlerweile allerdings kaum noch Räder im Keller. Der Grund: Schrottsammler würden mittlerweile herrenlose Räder aufladen und mitnehmen, hatte Ordnungsamtsleiter Gerhold Loske im Sozialausschuss gesagt.

Ein weiteres Problem: Reparaturbedürftige und nicht verkehrstaugliche Räder könnten nicht an Flüchtlinge abgegeben werden, hieß es.
Die Grünen erklären sich bereit, die Vermittlung weiterer gespendeter Räder zu übernehmen. Kontakt: Wiesenstr. 6, Tel. 6 57 16 (auf den Anrufbeantworter sprechen). E-Mail:wg@gruene-datteln.de