Erna Klocke (84) ist von Beginn an dabei

Ein runder Geburtstag steht bei der Evangelischen Frauenhilfe der Friedenskirche am Mittwoch, 27. Mai, auf dem Programm. Im Mittelpunkt steht dabei auch Jubilarin Erna Klocke (84). Sie gehörte vor 60 Jahren zu den Frauen der ersten Stunde.

Oer-erkenschwick.. Mitglied in der Frauenhilfe ist sie schon seit 1951. Die Schwiegermutter habe sie gefragt, ob sie nicht mal mitkommen wolle. "Weil mir die Gemeinschaft so gefallen hat, bin ich geblieben. Als mein Sohn geboren wurde, musste natürlich immer einer zu Hause bleiben. Entweder die Schwiegermutter oder ich."

Pfarrer Rothers leitete die Gemeinde in den Anfängen der Friedenskirche-Frauenhilfe. Damals nannte sie sich noch "Frauenhilfe Pfarrbezirk II". Mit 131 Frauen ging es los, im ersten Jahr steigerte sich die Zahl der Mitglieder gleich auf 152.

Natürlich sei die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg eine ganz besondere gewesen. "Die Menschen haben Nähe gesucht und sich untereinander geholfen, wo es ging. Wir hatten ja alle nicht viel", sagt die Jubilarin.
Die tolle Gemeinschaft in der Frauenhilfe sei aber bis heute geblieben. "Und Pfarrer Schäfer hat die Frauenhilfe richtig aufgemöbelt, hat sie noch jünger und lebendiger gemacht", sagt Klocke.

Erna Klocke meint: "Das ist nicht nur etwas für ältere, sondern auch für jüngere Frauen".
Der Leitspruch "Sichtbar unverzichtbar" ist bis heute aktuell. Die Evangelische Frauenhilfe wurde 1899 gegründet. Seit März 2008 sind die Frauenhilfe, die Frauenarbeit und 40 weitere evangelische Frauenverbände im Dachverband der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) zusammengeschlossen.
- Die Ev. Fraeunhilfe in Westfalen hat rund 70 000 Mitglieder. Die Schwerpunkte liegen in der Alten- und Behindertenhilfe sowie Anti-Gewalt-Arbeit.