Enttäuschung über die Landeshilfe

Mindestens bis Ende 2015, eher bis Mitte 2016 wird es dauern, die Folgen von Sturmtief "Ela" zu beseitigen. Besonders verheerend sieht es noch immer in einigen Wäldern aus, der Katzenbusch beispielsweise bleibt weiterhin gesperrt. Die Schäden sind gewaltig, die finanzielle Hilfe der Landesregierung ist überschaubar.

Herten.. Bürgermeister und Kämmerer machen aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. Die Stadt Herten beziffert ihren Schaden mit 1,45 Millionen Euro - und hat diesen Betrag an die NRW-Landesregierung übermittelt.
Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat nun mitgeteilt, dass Herten eine Unterstützung in Höhe von 219 619 Euro zu erwarten hat. Das entspricht 15 Prozent der Schadenssumme.

"Die Sturmhilfe des Landes fällt für uns deutlich geringer aus als gehofft", sagt Stadt-Sprecherin Anne-Katrin Lappe auf Anfrage unserer Zeitung. Aus Sicht von Bürgermeister Dr. Uli Paetzel und Stadtkämmerer Matthias Steck sei dies "eine enttäuschende Nachricht. Die jetzt zugesagte Summe deckt leider bei Weitem nicht den entstandenen Schaden."
Ein kleiner Trost sei es vor diesem Hintergrund, dass Bürger bei der Aktion "Bäume für Herten" rund 6 250 Euro gespendet hätten. "Dafür möchten wir uns noch einmal bei allen Spendern herzlich bedanken", betont Bürgermeister Paetzel. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) habe zugesagt, die Spenden aus der Bevölkerung zu verdoppeln.

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