Ende einer Rathaus-Ära zeichnet sich ab

Das Altersteilzeitgesetz ermöglicht allen Erwerbstätigen, also auch den Beamten und den Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes, einen freiwilligen gleitenden Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand. Gottfried Oelenberg, Dezernent und allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, wird von dieser Regelung zum 1. Juni 2015 Gebrauch machen. Für 2016 hat er das Ende seines aktiven Berufslebens angekündigt.

Waltrop.. Damit kündigt sich für voraussichtlich Mitte 2016 das Ende einer Rathaus-Ära an. Der studierte Sozialwissenschaftler trug in 35 Dienstjahren die Verantwortung für unterschiedliche Fachbereiche. Oelenberg, der selbst sagt, eine "typische Waltroper Rathaus-Biografie" zu haben war in frühen Jahren Jugendamtsleiter und stieg 2005 als Dezernent in die Verwaltungsspitze auf.
Der Sozialdemokrat wurde in der Amtszeit von Anne Heck-Guthe, SPD (2004 - 2014) erstmalig zum allgemeinen Stellvertreter der Bürgermeisterin gewählt. Seine Wiederwahl als ranghöchster kommunaler Verwaltungsmitarbeiter erfolgte 2012. Oelenberg gilt seit zehn Jahren als einflussreichster Kommunalbeamter in Waltrop.

Moenikes entsprach seinem Wunsch "selbstverständlich"

Bürgermeisterin Nicole Moenikes gestern im Gespräch mit unserer Zeitung: "Ich habe dem Wunsch von Gottfried Oelenberg, sein Berufsleben über die Altersteilzeit zu beenden, selbstverständlich entsprochen". Im noch verbleibenden Jahr stünden eine Reihe von Projekten auf der Tagesordnung, die gemeinsam umzusetzen seien. Moenikes: "Darauf haben wir uns in intensiven Gesprächen geeinigt".

SPD: "Ausgewiesener Fachmann"

SPD-Fraktionschef Dominik Schad: "Wir freuen uns auf noch ein Jahr Zusammenarbeit." Gottfried Oelenberg sei ein ausgewiesener Verwaltungsfachmann, der in seiner Berufslaufbahn viele Entscheidungen in der Stadt positiv beeinflusst habe. Die Frage, wie sich die SPD-Fraktion, deren Berater in Verwaltungsfragen Gottfried Oelenberg über drei Jahrzehnte war, in den Gesprächen über eine Nachfolgeregelung verhalten werde, bezeichnete Schad als verfrüht. Zu viel stehe noch auf der Agenda, die man gemeinsam mit dem Dezernenten Oelenberg abarbeiten möchte.
Oelenberg ist als Dezernent für die Bereiche Bildung, Kultur, Sport, Jugend und Soziales zuständig. Das Personalwesen hatte Bürgermeisterin Moenikes nach dem Jahreswechsel an sich gezogen.