Emslandstraße bleibt zunächst unverändert

Von heute auf morgen wird sich an der Emslandstraße nichts Gravierendes verändern, auch nicht von heute auf übermorgen. Nach der ersten politischen Beratung im Verkehrsausschuss dürfte sicher sein. Die eine Sperre, die viele behalten wollen, wird so schnell nicht verschwinden. Die andere Sperre, die einige vermissen, wird so bald nicht kommen.

Marl.. Seit Jahren können Autofahrer nicht von der Emslandstraße in die Neue Schlenke oder andersherum fahren. Sobald die neue Siedlung fertig ist, soll die Sperre entfallen, das hat der Rat so beschlossen. Eine Bürgerinitiative will die Blockade dauerhaft behalten.

Der Forderung, diesen Wunsch ohne Wenn und Aber jetzt zu erfüllen, wollte sich der Verkehrsausschuss nicht anschließen. Für die Stadt hatte Verkehrsplaner Ingo Nölker klargestellt: Auch nach der Fertigstellung der Neuen Schlenke seien keine Schnellschüsse zu erwarten. Erst einmal sollten Verkehrszählungen stattfinden und ausgewertet werden.

Nölker appellierte an die Politiker, "flexibel zu bleiben". Zumindest im Notfall solle es die Möglichkeit geben, etwa Pfosten auch zu entfernen. Andernfalls wären die Bewohner etwa bei einer Blockade der Zufahrt von der Herzlia-Allee in ihrer Siedlung gefangen. Nölker: "Wir brauchen einen Notüberlauf."

Sprecher von SPD, FDP/bum und Linken betonten, nach dem Umbau der Breddenkampstraße müsse erst ein neues Verkehrskonzept erstellt werden. Nur dadurch seien die veränderten Verkehrsströme in diesem Teil Drewers abzuschätzen. Ein solcher Zusammenhang zur Sperre besteht nicht, entgegneten die Grünen.

In der "kleinen Emslandstraße", einem namenlosen Abzweig zu drei Hochhäusern, verlangen die Anwohner nach einer Sperre, weil angeblich Schleichverkehr von der Westfalenstraße in Richtung Herzlia-Allee stattfindet. Verkehrsplaner Ingo Nölker hält das für "unwahrscheinlich".